HEUTE - GEDANKEN ZUM TAG - FEBRUAR

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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 21. Februar



      ICH BIN TEIL DES GANZEN

      Plötzlich wurde ich ein Teil – wenn auch nur ein winzigerTeil – des Kosmos.

      (WIE BILL ES SIEHT, S. 233)
      Als ich das erste Mal zu AA kam, entschied ich, dass„sie“ sehr nette Leute seien – vielleicht ein bisschen naiv, ein bisschen zufreundlich, aber im Grunde anständige, ernsthafte Leute (mit denen ich nichtsgemein hatte). Ich sah „sie“ in den Meetings – dort gehörten „sie“jaschließlich auch hin. Ich gab „ihnen“ die Hand und vergaß „sie“, wenn ich zurTür hinaus ging.
      Meine Höhere Macht, an die ich damals noch nicht glaubte,ließ eines Tages ein gemeinschaftliches Projekt außerhalb AA entstehen, an demzufällig viele AA-Mitglieder beteiligt waren. Wir arbeiteten zusammen, ichlernte „sie“ als Menschen kennen. Ich begann „sie“ zu bewundern, sogar „sie“ zumögen und „ihre“ Gesellschaft trotz meiner Vorbehalte zu genießen. Es zog michan, wie das Programm in „ihrem“ täglichen Leben – und nicht nur im Meeting –wirkte und ich wollte dasselbe haben. Plötzlich wurden „sie“ zu „wir“. Seitdemhabe ich nicht mehr getrunken.

      Gute 24 Stunden

      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen vonAA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache -Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 22. Februar



      F Ü H R U N G

      Für mich bedeutet das: Glauben an einen Schöpfer, derKraft, Gerechtigkeit und Liebe darstellt, an einen Gott, der mir ein Ziel gibt,eine Bedeutung, ein Schicksal, an dem ich wachse, wenn auch nur … langsam, bisich Seinem Wesen und Bild ähnlich bin.

      (WIE BILL ES SIEHT, S. 59)
      Als ich meine Machtlosigkeit begriff und meineAbhängigkeit von Gott, wie ich ihn verstehe, erkannte ich, dass es ein Lebengab, für das ich mich von Anbeginn entschieden hätte, wenn ich hätte wählenkönnen. Die beständige Arbeit in den Schritten und mein Leben in derGemeinschaft lehrten mich zu erkennen, dass es wirklich einen besseren Weggibt, zu dem ich geführt werde. Je mehr ich über Gott erfahre, desto mehr kannich Seinen Fügungen vertrauen, nach denen Er mich prägt. Ich wachse GottesEbenbild entgegen, ob schnell oder langsam.

      Allen gute 24 Stunden

      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen vonAA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache -Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 23. Februar




      GEHEIMNISVOLLE WIDERSPRÜCHE


      Das Paradoxe an der Genesung durch AA ist folgendes: Kraft, die aus völliger Niederlage und Schwäche hervorgeht, der Verlust des alten Lebens als Voraussetzung, ein neues Leben zu finden.


      (AA WIRD MÜNDIG, S. 85)

      Wie wunderbar geheimnisvoll Widersprüche doch sind! Sie lassen sich nicht berechnen, wenn man sie aber erkennt und akzeptiert, bestätigen sie uns etwas im Universum, jenseits der menschlichen Logik. Wenn ich eine Angst auszustehen habe, wird mir Mut gegeben; wenn ich einem Bruder oder einer Schwester helfe, wächst meine Fähigkeit, mich selbst zu lieben; wenn ich Schmerzen als Teil des Wachstums im Leben akzeptiere, erfahre ich größeres Glück; wenn ich meine dunklen Seiten betrachte, trete ich in neues Licht; wenn ich meine Verletzlichkeit annehme und mich einer Höheren Macht überlasse, werde ich mit unvorhergesehener Kraft beschenkt. In Schmach und Schande stolperte ich über die Schwelle von AA; ich erwartete nichts mehr vom Leben und erhielt Hoffnung und Würde. Das Geheimnis ist: Der einzige Weg, die Gaben des Programms zu behalten, ist, sie weiterzugeben.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 24. Februar



      EIN DANKBARES HERZ

      Ich versuche ernsthaft, mich an die Wahrheit zu halten,dass ein volles und dankbares Herz sich nichts vormacht. Wer voller Dankbarkeitist, dessen Herzschlag strömt nur Liebe aus, die schönste Empfindung, die wirkennen.

      (WIE BILL ES SIEHT, S. 45)
      Mein Sponsor sagte mir, ich solle ein dankbarerAlkoholiker sein und immer eine „Grundhaltung der Dankbarkeit“ bewahren – dennDankbarkeit sei die Grundvoraussetzung für Demut, Demut die Grundvoraussetzungder Anonymität und „Anonymität die spirituelle Grundlage all unsererTraditionen, die uns immer daran erinnert, Prinzipien über Personen zustellen“. Also danke ich Gott jeden Morgen auf Knien für drei Dinge: Ich lebe.Ich bin trocken. Ich bin Mitglied der Anonymen Alkoholiker. Dann versuche icheine „Grundhaltung der Dankbarkeit“ zu leben und genieße ausgiebig weitere 24Stunden des AA-Lebensweges. ich mache in AA nicht nur mit, ich lebe in AA.

      Allen gute 24 Stunden

      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen vonAA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache -Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 25. Februar



      DIE HERAUSFORDERUNG VON FEHLSCHLÄGEN

      Im Haushalt Gottes gibt es keine Verschwendung. Durcheinen Fehlschlag lernen wir die Lektion Demut, die uns vielleicht noch fehlte,so schmerzlich das ist.

      (WIE BILL ES SIEHT, S. 39)
      Wie dankbar bin ich heute zu wissen, dass alle meinevergangenen Fehler notwendig waren, um dahin zu gelangen, wo ich heute stehe.Ich machte viele schmerzliche Erfahrungen und durch Leid lernte ich zugehorchen. Als ich Gott, wie ich ihn verstehe, suchte, teilte er seinewertvollen Gaben mit mir. Durch Erfahrung und Gehorsam begann ich zu wachsenund dankbar zu werden. Und dann kam der innere Frieden – durch ein Leben inNüchternheit, das ich mit anderen teile.

      Allen gute 24 Stunden

      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen vonAA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache -Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 26. Februar



      KEIN GEWÖHNLICHER ERFOLGSSCHLAGER

      Die AA-Gemeinschaft ist kein Erfolgs- oderVerkaufsschlager. Sie ist die Geschichte des Leidens, das sich durch Gnade ingeistigen Fortschritt verwandelte.

      (WIE BILL ES SIEHT, S. 43)
      Als ich zu AA kam, hörte ich andere über die Realitätihres Trinkens sprechen: Einsamkeit, Schrecken und Schmerzen. Als ich weiterzuhörte, hörte ich bald eine ganz andere Beschreibung – die der Realität derNüchternheit. Es ist eine Realität der Freiheit und des Glücks, der klarenVorsätze und Motive, der Gelassenheit und des Friedens mit Gott, uns selbst undanderen. In den Meetings begegne ich immer wieder dieser Realität. Ich sehe siein den Augen und höre sie aus den Stimmen derer, die um mich sind: Wenn ich imProgramm arbeite, finde ich die Leitung und Kraft, sie zu meiner eigenen zumachen. Das Schöne an AA ist, dass auch ich diese neue Realität erfahren kann.

      Allen gute 24 Stunden

      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen vonAA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 27. Februar




      EIN UNERSCHÜTTERLICHER HALT


      Wer erteilt den Anonymen Alkoholikern Weisungen? …

      Diese Realisten brauchen nur unsere Zweite Tradition zu lesen, um zu erkennen, dass es in der Gemeinschaft der AA nur eine höchste Autorität gibt, einen liebenden Gott, wie Er sich in dem Gewissen unserer Gruppe zu erkennen gibt.

      … Der Oldtimer ist einer, der die Weisheit der Gruppenentscheidung respektiert, der nicht darüber gekränkt ist, dass man ihn abgewählt hat. Er hat ein gesundes Urteilsvermögen, das auf beträchtlicher Erfahrung basiert und er ist bereit, still in einem Meeting zu sitzen und die weitere Entwicklung abzuwarten.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 126)

      Mit der Genesung vom Alkoholismus sind die Zwölf Schritte und die Zwölf Traditionen verwoben. Als meine Genesung fort schritt, erkannte ich, dass der neue Mantel maßgeschneidert für mich war. Die Älteren der Gruppe boten freundlich Anregungen an, wenn mir eine Veränderung unmöglich schien. Die Erfahrung eines jeden, die er mit anderen teilte, wurde zum Grundstein wertvoller Freundschaften. Ich weiß, dass die Gemeinschaft bereit und in der Lage ist, jedem leidenden Alkoholiker an allen Kreuzwegen des Lebens weiterzuhelfen. In einer Welt voller Probleme finde ich in dieser Gewissheit einen unerschütterlichen Halt. Ich halte das Geschenk der Nüchternheit hoch. Ich bin Gott dankbar für die Kraft, die ich in einer Gemeinschaft erhalte, die wahrhaftig zum Segen aller ihrer Mitglieder besteht.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 28. Februar




      WAS ? KEIN VORSITZENDER ?


      Wenn man ihnen sagt, dass unsere Gemeinschaft keinen Präsidenten mit irgendwelchen Vollmachten hat, keinen Schatzmeister, der Mitgliedsbeiträge eintreibt, … rufen unsere Freunde überrascht aus: „Das ist doch einfach unmöglich. …“


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 126)

      Als ich endlich zu AA fand, konnte ich nicht glauben, dass es keinen Schatzmeister gab, der „die Beiträge eintrieb“. Ich konnte mir keine Organisation vorstellen, die für ihren Dienst keinen finanziellen Beitrag verlangte. Es war meine erste und – bis heute – einzige Erfahrung, „etwas umsonst zu bekommen“. Da ich mich von AA nicht benutzt oder gegängelt fühlte, konnte ich das Programm frei von Vorurteilen und mit offenem Herzen annehmen. Die wollten nichts von mir. Was hatte ich zu verlieren? Ich danke Gott für die Weisheit der Gründer, die nur zu gut wussten, dass ein Alkoholiker es verabscheut, manipuliert zu werden.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)