HEUTE-GEDANKEN ZUM TAG

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    • HEUTE-GEDANKEN ZUM TAG

      HEUTE – Gedanken zum Tag –1. Februar


      ZIEL : GEISTIGE GESUNDHEIT


      … drang der Sinn des Zweiten Schrittes ganz allmählich in mein Leben ein. Ich kann nicht sagen,
      bei welcher Gelegenheit oder an welchem Tag ich zu dem Glauben kam, aber jetzt habe ich diesen Glauben ganz sicher.



      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 25)

      ''Wir kamen zu dem Glauben!'' Ich führte meinen Glauben im Munde, wenn mir danach war oder wenn ich fand, dass es sich gut machte. Ich habe Gott nicht wirklich vertraut. Ich versuchte weiter, Dinge zu ändern, die ich nicht ändern konnte. Allmählich, widerwillig begann ich umzudenken, indem ich sagte: ''Du bist so allmächtig, kümmere Du Dich darum.'' Er tat es. Ich erhielt plötzlich Lösungen zu meinen tiefen Problemen, manchmal zu den ungewöhnlichsten Zeiten: auf der Fahrt zur Arbeit, beim Mittagessen, oder wenn ich schon fast eingeschlafen war. Ich merkte, dass ich an diese Lösungen selbst nicht gedacht hatte – eine Macht, größer als ich selbst, hatte sie mir eingegeben. Ich kam zu dem Glauben.


      Allen gute 24 Stunden


      [Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten]
    • HEUTE – Gedanken zum Tag –2. Februar


      GERETTET DURCH AUFGABE


      Charakteristisch für den sogenannten Alkoholiker ist ein narzisstischer, egozentrischer Kern, beherrscht von Allmachtgefühlen, entschlossen, um jeden Preis seine innere Integrität zu bewahren … Innerlich erträgt der Alkoholiker keine Kontrolle durch Menschen oder Gott. Er, der Alkoholiker, ist und muss Meister seines Schicksals sein. Er wird bis zum Ende kämpfen, um diese Position zu halten.


      (AA WIRD MÜNDIG, S. 433)

      Das große Geheimnis ist: „Warum sterben einige von uns, die um die 'Unabhängigkeit' ihres Egos kämpfen, den Alkoholtod, während andere mühelos in AA trocken werden?“ Die Hilfe einer Höheren Macht – das Geschenk der Nüchternheit – erreichte mich, als ein unausgesprochener Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören, mit meiner Bereitwilligkeit zutraf, die Vorschläge der Männer und Frauen in AA anzunehmen. Ich musste kapitulieren, da ich nur gerettet werden konnte, wenn ich die Hand nach Gott und meinen Freunden ausstreckte.


      Allen gute 24 Stunden


      -Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      -Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten-
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 3. Februar


      DIE LÜCKE SCHLIESSEN


      Wir mussten uns nur eine kurze Frage stellen: „Glaube ich oder bin ich wenigstens bereit zu glauben, dass es eine Macht gibt, die größer ist als ich selbst es bin?“ Sobald einer von sich sagen kann, dass er glaubt oder willens ist zu glauben, versichern wir ihm nachdrücklich, dass er auf dem richtigen Weg ist.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 54)

      Das Studium wissenschaftlicher Grundsätze hat mich immer fasziniert. Ich war gefühlsmäßig und körperlich von den anderen entfernt, während ich dem absoluten Wissen nachjagte. Gott und Spiritualität waren nutzlose akademische Spielereien. Ich war ein moderner Wissenschaftler, meine Höhere Macht hieß Wissen. Nach dieser Gleichung war das Leben nur ein weiteres Problem, das es zu lösen galt. Mein inneres Selbst starb langsam, da für meinen äußeren Menschen die Lösung der Probleme des Lebens Alkohol war. Trotz meiner Intelligenz wurde der Alkohol meine Höhere Macht. Durch die bedingungslose Liebe, die von den AA-Mitgliedern und den Meetings ausströmte, konnte ich den Alkohol als meine Höhere Macht ausschalten. Die große Lücke war geschlossen. Ich war nicht mehr einsam und vom Leben ausgeschlossen. Ich hatte eine wahre Macht, größer als ich selbst, gefunden, ich hatte Gottes Liebe gefunden. Heute gibt es nur eine Gleichung für mich: Gott ist in AA.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten.)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 4. Februar


      WENN DER GLAUBE FEHLT


      Manchmal wird der AA-Weg für jene Menschen schwieriger, die ihren Glauben verloren oder verworfen haben, als für die, die nie einen Glauben hatten. Denn sie sind der Meinung, sie hätten den Glauben ausprobiert und er habe versagt. Sie sind ihren Weg zunächst mit einem Glauben und dann ohne einen Glauben gegangen.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 25)

      Ich war so sicher, dass Gott mich betrogen hatte, dass ich – obwohl ich es besser wusste – schließlich trotzig wurde und mich in ein letztes Saufgelage stürzte. Mein Glaube wurde mir vergällt und das war kein Zufall. Diejenigen, die einst einen starken Glauben hatten, haben einen schmerzhafteren Tiefpunkt. Es brauchte Zeit meinen Glauben wiederzubeleben, obwohl ich zu AA kam. Ich war vom Verstand her dankbar, dass ich diesen schweren Fall überlebt hatte, aber mein Herz war gleichgültig. Trotzdem hielt ich mich an das AA-Programm; die Alternativen waren zu trostlos! Ich blieb dabei und allmählich festigte sich mein Glaube wieder.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 5. Februar


      EINE WUNDERBARE BEFREIUNG


      In dem Moment als ich keine Einwände mehr machte, war ich fähig, zu sehen und zu fühlen. Gleichzeitig drang der Sinn des Zweiten Schrittes ganz allmählich in mein Leben ein. Ich kann nicht sagen, bei welcher Gelegenheit oder an welchem Tag ich zu dem Glauben an eine Höhere Macht kam, aber jetzt habe ich diesen Glauben ganz sicher. Um ihn zu erlangen, musste ich aufhören zu kämpfen und versuchen, das übrige AA-Programm zu leben.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 25)

      Nachdem ich mich jahrelang einer Orgie des Eigensinns hingegeben hatte, wurde der Zweite Schritt für mich eine wunderbare Befreiung vom ständigen Alleinsein. Auf meinem Weg gibt es nichts gar so Schmerzliches oder Unüberwindliches mehr. Einer ist immer da, die Last des Lebens mit mir zu tragen. Der Zweite Schritt verband mich wieder stärker mit Gott. Nun ist mir klar, dass meine Krankheit und mein Ego auf seltsame Art miteinander verbunden sind. Um mich von der Krankheit zu befreien, muss ich mein Ego dem überantworten, der viel breitere Schultern hat als ich.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 6. Februar


      EIN TREFFPUNKT


      Der Zweite Schritt ist daher der Sammelpunkt für uns alle. Ob Agnostiker, Atheist oder jemand, der seinen Glauben verloren hat: Diesen Schritt können wir gemeinsam gehen.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 31)

      Ich fühle, dass AA ein von Gott inspiriertes Programm hat und Gott in jedem AA-Meeting ist. Ich sehe, glaube und habe erfahren, dass AA funktioniert, denn ich bin bis heute nüchtern geblieben. Wenn ich in ein AA-Meeting gehe, vertraue ich mein Leben Gott und AA an. Wenn Gott in meinem und in jedem Herzen ist, dann bin ich ein kleiner Teil des Ganzen und nicht einzigartig. Wenn Gott in meinem Herzen ist und zu mir durch andere Menschen spricht, dann bin ich wohl auch für andere ein Sprachrohr Gottes. Ich sollte mich bemühen, Seinen Willen zu tun, indem ich nach spirituellen Prinzipien lebe – mein Lohn werden Gesundheit und Nüchternheit der Gefühle sein.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 7. Februar


      EIN WEG ZUM GLAUBEN


      Wahre Demut und Bereitschaft können uns zum Glauben führen und jedes AA-Meeting garantiert uns, dass Gott uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben wird, wenn wir uns in der richtigen Weise mit ihm verbinden.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 31)

      Mein letztes Besäufnis hatte mich – völlig gebrochen – ins Krankenhaus gebracht. Dort endlich konnte ich meine Vergangenheit an mir vorüberziehen lassen. Mir wurde klar, dass durch mein Trinken jeder meiner Alpträume Wirklichkeit für mich geworden war. Mein Eigensinn und mein Zwang zu trinken hatte mich in einen Abgrund von Halluzinationen, Filmrissen und Verzweiflung geführt. Endlich am Boden, bat ich um Gottes Hilfe. Seine Gegenwart ließ mich glauben. Meine Besessenheit vom Alkohol schwand dahin und mein Irrsinn wurde von mir genommen. Ich habe keine Angst mehr. Ich weiß, dass ich gesund und vernünftig lebe.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 8. Februar


      „MR. HYDE“ ÜBERZEUGEN


      Und wenn wir alles ausmerzen: Friede und Freude werden sich nicht einstellen. Das ist der Schluss, zu dem so viel AA-Oldtimer gekommen sind. Und es ist buchstäblich die Hölle. Wie soll unser Unterbewusstsein – aus dem so viele Ängste, Zwänge und verzerrte Vorstellungen strömen – mit dem in Einklang gebracht werden, was wir gerade glauben, wissen und wollen! Unseren dumpfen, wütenden und verborgenen „Mr. Hyde“ zu überzeugen, wird unsere Hauptaufgabe.


      (THE BEST OF BILL, S. 42-43)

      Regelmäßige Anwesenheit in Meetings, anderen zu dienen und zu helfen, ist das Rezept, das viele probiert und als erfolgreich erfahren haben. Immer wenn ich von diesen Grundprinzipien abweiche, gewinnen meine alten Gewohnheiten die Oberhand und mein altes Selbst mit all seinen Ängsten und Defekten kehrt zurück. Das endgültige Ziel eines jeden AA-Mitgliedes ist beständige Nüchternheit, die jeweils nur für heute gewonnen wird.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 9. Februar


      „ S P I R I T U A L I T Ä T “


      Wie oft sitzen wir im Meeting und hören den Sprecher sagen: “Aber mit der Spiritualität kann ich noch nichts anfangen.“ Vor dieser Aussage hatte er die wunderbare Veränderung beschrieben, die in ihm vorgegangen war – nicht nur seine Befreiung vom Alkohol, sondern auch ein völliger Wandel seiner Einstellung zum Leben und wie es zu leben sei. Fast jeder Anwesende erkennt, dass er ein großes Geschenk empfangen hat, „ …nur er selbst scheint es noch nicht zu wissen“. Wir wissen sehr wohl, dass der beschriebene Freund nach sechs Monaten oder einem Jahr sagen wird, dass er den Glauben an Gott gefunden habe.


      (LANGUAGE OF THE HEART, S. 275)

      Es kann eine spirituelle Erfahrung sein zu merken, dass ein Leben, das einst leer und sinnlos schien, nun heiter und erfüllt ist. Tägliches Gebet und Meditation zusammen mit dem Leben in den Zwölf Schritten haben mir inneren Frieden und ein Gefühl von Zugehörigkeit gebracht, das während meines Trinkens fehlte.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 10. Februar


      ICH BIN NICHT DER MACHER


      Als wir zu Alkoholikern wurden, am Boden zerstört durch eine selbst herbeigeführte Krise, die wir nicht hinauszögern und der wir nicht ausweichen konnten, mussten wir uns furchtlos die Frage stellen, ob Gott alles ist oder ob ER nichts ist. Es gibt einen Gott, oder es gibt keinen. Welche Entscheidung sollten wir treffen?


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 61)

      Heute entscheide ich mich für Gott. Er ist alles. Dafür bin ich wirklich dankbar. Wenn ich denke, dass ich der Macher bin, schließe ich Gott aus meinem Leben aus. Ich bete, dass ich mich dessen erinnern möge, wenn ich mich von mir selbst einfangen lasse. Das Wichtigste ist heute, bereitwillig an den spirituellen Leitlinien zu wachsen und zu erkennen, dass Gott alles ist. Als ich versuchte, allein mit dem Trinken aufzuhören, funktionierte es nicht; mit Gott und AA funktioniert es. Dies scheint ein einfacher Gedanke für einen komplizierten Alkoholiker zu sein.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 11. Februar


      DIE GRENZEN DES SELBSTVERTRAUENS


      Wir fragten uns, warum wir überhaupt Ängste hatten. Hatte uns unser Selbstvertrauen im Stich gelassen?


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S.78)

      Alle meine Charakterfehler trennen mich von Gottes Willen. Wenn ich meine Verbindung zu ihm ignoriere, muss ich mich allein der Welt und meinem Alkoholismus stellen und bin auf mein Selbstvertrauen angewiesen. Durch den eigenen Willen habe ich nie Sicherheit und Glück gefunden; das einzige Ergebnis war ein Leben voll Angst und Unzufriedenheit. Gott zeigt den Weg, der zu ihm und seinem Geschenk der Gelassenheit und des Trostes zurückführt. Erst muss ich jedoch bereit sein, zu meinen Ängsten zu stehen und ihren Ursprung und ihre Macht über mich zu erkennen. Oft bitte ich Gott, er möge mir helfen zu merken, wenn ich mich von ihm entferne.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 12. Februar

      “ DIE WURZEL ALLEN ÜBELS “


      Egoismus – Ich-Bezogenheit! Das, glauben wir, ist die Wurzel allen Übels.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 71)

      Wie verblüffend ist die Offenbarung, dass die Welt und jeder in ihr mit mir oder ohne mich, gleich gut zurechtkommt. Welch eine Erleichterung zu wissen, dass Menschen, Orte und Dinge, ganz ohne meine Kontrolle und Leitung völlig in Ordnung sind. Und wie unsagbar herrlich ist es, zu dem Glauben zu kommen, dass eine Macht, größer als ich selbst, existiert, getrennt von mir und eigenständig. Ich glaube, dass das Gefühl des Getrenntseins von Gott, das ich erlebe, eines Tages schwinden wird. Einstweilen muss der Glaube als Weg zu meinem Wesenskern dienen.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 13. Februar


      DER WEG DER NÜCHTERNHEIT IST KEIN PRODUKT UNSERES VERSTANDES


      Viele AA werden zu dem oder der selbstzufriedenen Intellektuellen sagen: „Ja – wir waren genau wie du, viel zu schade für diese Welt. … Insgeheim waren wir der Meinung, dass wir allein mit der Kraft unseres Verstandes uns über die übrigen Menschen hinwegsetzen könnten“.


      (WIE BILL ES SIEHT, S. 68)

      Sogar der brillanteste Geist ist kein Schutz gegen die Krankheit Alkoholismus. Der Weg der Nüchternheit ist kein Produkt unseres Verstandes. Ich versuche mir klar zu machen, dass Intelligenz ein Gottesgeschenk ist, das ich gebrauchen darf, eine Freude – wie zum Beispiel ein Talent zu haben für Tanz, Malerei oder das Zimmermannshandwerk. Sie macht mich nicht besser als andere und ist keine besondere Hilfe für die Genesung; denn eine Macht, größer als ich selbst, gibt mir meine geistige Gesundheit wieder – nicht der hohe IQ oder ein Hochschulabschluss.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 14. Februar


      ERWARTUNGSHALTUNGEN GEGEN FORDERUNGEN

      Prägen Sie es tief in das Bewusstsein eines jeden Alkoholikers, dass er gesund werden kann, ohne sich materiell von anderen abhängig zu machen. Die einzige Bedingung ist, dass er Gott vertraut und reinen Tisch macht.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 114)

      Der Umgang mit Erwartungshaltungen ist ein häufiges Thema in Meetings. Es ist nicht verkehrt, Fortschritte von mir selbst, gute Dinge vom Leben oder anständige Behandlung von anderen zu erwarten. Meine Erwartungen bringen mich dann in Schwierigkeiten, wenn sie zu Forderungen werden. Meine Wünsche werden sich nicht alle erfüllen und manche Situationen werden sich anders entwickeln als es mir passt, da mich Menschen manchmal enttäuschen werden. Die einzige Frage ist:

      >> Wie gehe ich damit um?<< *Bade ich in Selbstmitleid oder Ärger? *Übe ich Vergeltung und verschlimmere ich damit eine missliche Lage
      *Oder vertraue ich darauf, dass Gottes Kraft das Elend, in dem ich mich befinde, zum Guten wendet?
      *Frage ich Ihn, was ich lernen soll? *Tue ich weiterhin bedingungslos das Richtige, soweit ich es vermag?
      *Nehme ich mir die Zeit, meinen Glauben und Gottes Segen mit anderen zu teilen?
      Allen gute 24 Stunden!


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 15. Februar


      AKTIV WERDEN


      Sind das alles leere Versprechungen? Wir meinen nicht. Sie werden uns erfüllt – manchmal schneller, manchmal langsamer. Sie werden immer Wirklichkeit, wenn wir daran arbeiten!


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 97)

      Eines der wichtigsten Dinge, die mir AA außer der Befreiung vom Saufen gegeben hat, ist die Möglichkeit zum „richtigen Handeln“. Es heißt, die Versprechungen werden sich immer dann erfüllen, wenn ich auch etwas dafür tue. Nur von ihnen zu phantasieren, über sie zu debattieren, sie zu predigen oder vorzutäuschen, bringt nichts. Dann bleibe ich ein elender rationalisierender, trocken Besoffener. Wenn ich aber etwas tue und die Zwölf Schritte in allen Lebenslagen anwende, werde ich ein Leben haben, das meine kühnsten Träume übersteigt.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 16. Februar


      V E R P F L I C H T U N G


      Das richtige Verstehen ist der Schlüssel zu richtigen Grundsätzen und zu richtigem Verhalten, das richtige Handeln ist der Schlüssel zu einem sinnvollen Leben.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 120)

      Es gab im Verlauf meiner Genesung eine Zeit, in der sich mir der dritte Teil des Gelassenheitsspruches-“ Die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“ - unauslöschlich einprägte. Von da an musste ich mir bei jeder Tat , jedem Wort und jedem Gedanken ständig vor Augen halten, ob sie innerhalb oder außerhalb der Prinzipien des Programms lagen. Ich konnte mich nicht mehr hinter meinem Erklärungssystem oder hinter der geistigen Krankheit verstecken. Wenn ich ein glückliches Leben für mich (und in der Folge für die mir Nahestehenden) erreichen wollte, blieb für mich nur ein Weg offen: Pflichten, Disziplin und Verantwortung auf mich zu nehmen.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 17. Februar


      DIE LIEBE IN IHREN AUGEN


      Einige von uns wollen nicht an Gott glauben, andere können es nicht. Wieder andere, die glauben, dass Gott existiert, vertrauen nicht darauf, dass Er dieses Wunder vollbringen kann.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 23)

      Die Veränderungen, die ich an den Neuen sah, die in die Gemeinschaft kamen, nahmen mir meine Angst und verwandelten meine negative Einstellung in eine positive. Ich konnte die Liebe in ihren Augen sehen und es beeindruckte mich, wieviel ihnen ihre „Nur-für-heute-Nüchternheit“ bedeutete. Sie hatten den Zweiten Schritt bereitwillig angenommen und waren zu dem Glauben gekommen, dass eine Macht, größer als sie selbst, ihnen ihre geistige Gesundheit wiedergeben könne. Das gab mir Vertrauen in die Gemeinschaft und die Hoffnung, dass es auch für mich funktionieren könne. Ich erlebte, dass Gott ein liebender Gott war, nicht der strafende Gott, den ich gefürchtet hatte, bevor ich zu AA kam. Ich erfuhr auch, dass Gott in all den schwierigen Zeiten, bevor ich zu AA kam, an meiner Seite gewesen war. Heute weiß ich, dass Er es war, der mich zu AA führte und dass ich ein Wunder bin.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 18. Februar


      UNSERE WEGE GEHEN WIR SELBST


      … blieb uns gar nichts anderes übrig, als dieses spirituelle Handwerkszeug aufzuheben, das sie uns vor die Füße gelegt hatten.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 30)

      Meine Annäherung an die Schritte war geprägt von äußerem und innerem Zwang, was angesichts der Worte „mutig – völlig – demütig – geradewegs – ausschließlich“ zu einem tiefen Gefühl der Mutlosigkeit führte. Ich hielt Bill für vom Glück begünstigt, weil er so eine großartige, ja, sensationelle spirituelle Erfahrung gemacht hatte. Mit der Zeit musste ich erkennen, dass ich meinen eigenen Weg gehen musste. Dank der Erfahrungen von Meetings Teilnehmern verstand ich nach einigen 24 Stunden in AA, dass wir alle mit der Zeit unseren eigenen Weg in den Schritten finden. Mit wachsender Überzeugung versuche ich, nach den empfohlenen Prinzipien zu leben. Heute kann ich sagen, dass sich meine Einstellung zum Leben, zu den Menschen und zu allem, was mit Gott zu tun hat, aufgrund dieser Schritte, geändert und gebessert hat.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 19. Februar


      ICH BIN NICHT ANDERS


      In den Anfängen dauerte es ganze vier Jahre, bis die AA nur einer einzigen Frau zur Nüchternheit verhelfen konnte. Genau wie diejenigen, deren Tiefpunkt nicht in der Gosse war, sagten die Frauen, dass sie anders seien.


      … Der Penner glaubte, er sei anders …, so sprachen die Künstler und Gelehrten, so sprachen Reiche, Arme, Religiöse, Agnostiker, Indianer und Eskimos, Kriegsveteranen und Gefangene …, heute sprechen sie alle – und viele, viele andere -nüchtern darüber, wie sehr wir Alkoholiker uns alle gleichen, wenn die Tünche runter ist.


      (WIE BILL ES SIEHT, S. 32)

      Ich kann mich in AA nicht für „anders“ halten; wenn ich das tue, isoliere ich mich von den anderen und verliere die Verbindung zu meiner Höheren Macht. Fühle ich mich in AA isoliert, sind nicht die anderen dafür verantwortlich. Wenn ich mich „anders“ fühle, habe ich das selbst hervorgerufen. Heute sehe ich mich nur noch als einen der vielen Alkoholiker in der weltweiten Gemeinschaft der AA.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 20. Februar


      DIE GABE DES LÄCHELNS


      An dieser Stelle lächelt sein Sponsor meistens.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 23)


      Vor meiner Genesung vom Alkoholismus kannte ich kein schmerzhafteres Geräusch als Gelächter. Ich lachte nie und wenn andere lachten, fühlte ich mich ausgelacht! Mein Selbstmitleid und mein Ärger brachten mich um das einfachste Vergnügen, die Unbeschwertheit des Herzens. Am Ende meines Trinkens konntemir nicht einmal mehr der Alkohol ein besoffenes Kichern entlocken.

      Als mein AA-Sponsor zu lachen begann und mir mein Selbstmitleid und mein trügerisch aufgeblasenes Ego zeigte, fühlte ich mich zurückgestoßen und verletzt. Es lehrte mich aber, die Dinge leichter zu nehmen und mich auf meine Genesung zu konzentrieren. Bald lernte ich über mich selbst zu lachen – und schließlich brachte ich das Lachen auch denen bei, deren Sponsor ich war. Jeden Tag bitte ich Gott, er möge mir helfen, mich nicht zu ernst zu nehmen.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)