HEUTE – Gedanken zum Tag – 01. August

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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 01. August

      HEUTE – Gedanken zum Tag – 01. August


      WIR MÜSSEN ES LEBEN


      Leben nach spirituellen Grundsätzen ist keine Theorie. Wir müssen es leben.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 96)
      Als ich noch neu im Programm war, verstand ich es nicht, den spirituellen Aspekt des Programms
      zu leben; heute jedoch, wo ich trocken bin, kann ich nicht ohne ihn leben. Es war die Spiritualität,
      nach der ich gesucht hatte. Gott, wie ich Ihn verstehe, hat mir Antworten auf die vielen "Warum"
      gegeben, die mich zwanzig Jahre lang trinken ließen. Ich habe dadurch, dass ich ein spirituelles
      Leben lebe und Gott um Hilfe bitte, gelernt zu lieben, für all meine Weggefährten Anteilnahme und
      Mitgefühl zu empfinden und Freude in einer Welt zu erleben, die mir vorher nur Angst machte.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 2. August



      WIR WERDEN BEREIT ...



      Im Augenblick geht es nur darum, unser Leben in Ordnung zu bringen. Aber das allein ist noch kein Ziel.



      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 88)


      Wie leicht kann ich irregeleitet werden, wenn ich mich dem Achten
      Schritt zuwende! Ich wünsche mir, frei und irgendwie durch meine Arbeit
      im Sechsten und Siebten Schritt verändert zu sein. Nun bin ich wegen
      meines Egoismus und meiner versteckten Wünsche verletzlicher als je
      zuvor.


      Mag Selbstzufriedenheit sich auch manchmal einstellen, wenn Menschen,
      die ich verletzt hatte, mir ausdrücklich vergeben - ich darf doch nicht
      vergessen, dass das nicht mein eigentliches Ziel ist. Weil ich weiß,
      dass ich dadurch genesen werde, bin ich bereit wiedergutzumachen und
      kann wachsen, indem ich Gottes Willen für mich erkenne und ihn
      anzunehmen lerne.



      Euch allen gute 24 Stunden



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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 3. August


      ... ZU DIENEN



      Unser wirkliches Ziel ist, Gott und unseren Mitmenschen in höchstem Maße dienlich zu sein.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 88)

      Es ist mir bewusst, das sich Gottes Plan für mein Leben durch Liebe ausdrückt. Gott liebte

      mich genug, um mich aus Gossen und Gefängnissen herauszuführen, damit ich zu einem

      nützlichen Mitglied Seiner Welt werden konnte. Ich antworte darauf, indem ich allen Seinen

      Kindern durch Dienen und Vorbild Seine Liebe weitergebe. Ich bitte Gott um Seine Hilfe,

      dass sich Seine Liebe zu mir in meiner Liebe zu anderen widerspiegelt.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 4. August


      DIE SAAT DES GLAUBENS


      Glaube ist sicher notwendig, aber der Glaube allein kann nichts ausrichten. Wir können einen Glauben haben und doch Gott aus unserem Leben fernhalten.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 32)

      Als Kind stellte ich dauernd die Existenz Gottes in Frage. Für einen "wissenschaftlich Denkenden" wie mich, entging keine Antwort einer gründlichen Zergliederung, bis eine sehr geduldige Frau mir endlich sagte: "Du musst einfach glauben." Mit dieser simplen Feststellung wurde die Saat für meine Genesung ausgestreut! Heute, da ich meine Genesung übe, indem ich das Unkraut des Alkoholismus beseitige, lasse ich
      langsam jene frühen Samen des Glaubens wachsen und blühen. Jeder Tag der Genesung, der fleißigen Gartenarbeit, bringt die Höhere Macht, wie ich sie verstehe, wirksamer in mein Leben. Mein Gott war immer durch den Glauben bei mir, aber es ist meine Verantwortung, bereit zu sein, Seine Gegenwart anzunehmen.

      Ich bitte Gott um die Bereitschaft, Seinen Willen zu tun.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 5. August


      AUFMERKSAM ZUHÖREN


      Wie hartnäckig bestehen wir auf dem Recht, alles selbst zu entscheiden, was wir denken und wie wir handeln sollten.


      ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 35

      Wenn ich den Rat derjenigen annehme, für die das Programm bereits funktioniert, und danach handle, habe ich die Chance, über die Grenzen meiner Vergangenheit hinauszuwachsen. Einige Probleme werden sich in Luft auflösen, während andere vielleicht Geduld und überlegtes Handeln erfordern. Wenn ich aufmerksam zuhöre, wenn andere ihre Erfahrungen austauschen, kann ich ein Gespür dafür entwickeln, wie ich mit unerwartet auftauchenden Problemen umgehen soll. In der Regel ist es für mich am besten, ungestümes Handeln zu vermeiden. Wenn ich ins Meeting gehe oder einen AA-Freund anrufe, löst sich meistens die innere Anspannung, und selbst ein so verzweifelt Leidender wie ich kann sich erholen. Teile ich meine Probleme im Meeting mit anderen Alkoholikern oder privat mit meinem Sponsor, kann ich meine Lage aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Ich erkenne Charakterfehler und begreife allmählich, wie sie gegen mich arbeiten. Vertraue ich auf die geistige Macht des Programms, höre ich anderen zu, die mir sagen, was ich für ein besseres Leben tun kann, dann erkenne ich, dass ich imstande bin, selbst zu tun, was nötig ist.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 6. August


      GETRIEBEN SEIN


      Getrieben von allen möglichen Formen von Furcht, Selbsttäuschung, Egoismus und Selbstmitleid treten wir unseren Mitmenschen auf die Füße,
      und sie schlagen zurück.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 71)

      Meine Selbstsucht war die treibende Kraft hinter meinem Trinken. Ich trank, um Erfolge zu feiern, und ich trank, um meine Sorgen zu ersäufen.

      Demut ist die Antwort. Ich lerne, mein Leben und meinen Willen der Sorge Gottes anzuvertrauen. Mein Sponsor sagt mir, dass mich Dienen trocken hält. Heute frage ich mich: Habe ich mich bemüht, Gottes Willen für mich zu erkennen? Habeich in meinerAA-Gruppe Dienst getan?


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 7. August


      EINE NEUE LEBENSPERSPEKTIVE


      Wir selbst suchten mit der Verzweiflung Ertrinkender den gleichen Ausweg. Was zuerst nur wie ein schwacher Strohhalm aussah, das erwies sich als liebende und starke Hand Gottes. Ein neues Leben wurde uns gegeben, oder, wenn Sie so wollen, "eine neue Lebensperspektive", nach der sich tatsächlich leben lässt.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 33)

      Ich versuche jeden Tag, mein Herz und meine Hände dankbar zu erheben, weil Gott mir eine "neue Lebensperspektive" gezeigt hat, die durch unsere herrliche Gemeinschaft wahrhaft funktioniert. Aber was genau ist diese "Lebensperspektive", die "wirklich funktioniert"? Für mich heißt das, dass ich nach besten Kräften die Zwölf Schritte lebe, das ständige Bewusstsein habe, dass Gott mich
      bedingungslos liebt, und die Hoffnung, dass jeder neue Tag meines Lebens einen Sinn hat. Die Gemeinschaft ist wirklich und wahrhaftig ein Segen für mich.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 8. August


      WIR MACHTEN EINE LISTE ...


      Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 72)

      Als ich mich dem Achten Schritt näherte, fragte ich mich, wie ich wohl alle die Dinge, die ich anderen Menschen angetan hatte, auflisten konnte, weil es so viele Personen waren und einige von ihnen nicht mehr lebten. Einige der Verletzungen, die ich verursacht hatte, waren zwar nicht böse, aber sie quälten mich wirklich. Das wichtigste an diesem Schritt war, bereit zu werden, das zu tun, was immer ich tun musste, um an dieser Wiedergutmachung hier und jetzt nach besten Kräften zu arbeiten. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg; wenn ich mich also besser fühlen möchte, muss ich Schuldgefühle loswerden. Ein ruhiges Gewissen hat keinen Raum für Schuldgefühle. Ich kann mit Hilfe meiner Höheren Macht mein Gewissen davon befreien, wenn ich aufrichtig mit mir selbst bin.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 9. August


      '' ... ALLER PERSONEN, DENEN WIR SCHADEN ZUGEFÜGT HATTEN ''


      ... und wurden willig, ihn bei allen wieder gut zu machen.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 72)

      Eines der Schlüsselworte des Achten Schrittes ist das Wort "alle". Ich kann nicht einfach einige Namen von der Liste aussortieren und andere vernachlässigen. Es ist eine Liste aller Personen, die ich verletzt habe. Es wird mir mit einem Blick sichtbar, dass es bei diesem Schritt um Vergebung geht. Denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich jemanden auf die Liste setze, wenn ich nicht bereit bin, ihm zu verzeihen.

      Ehe ich den ersten Namen auf meine Liste schrieb, betete ich kurz: "Ich vergebe jedem und jedermann, der mich jemals - egal unter welchen Umständen - verletzt hat.'' Es tut mir gut, über ein kleines, aber sehr bedeutsames Wort nachzudenken, wenn das Vaterunser gebetet wird. Dieses Wort heißt "wie". Ich bete "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." In diesem Fall heißt das "wie": "in derselben Art und Weise". Ich bitte, dass mir so vergeben werde, wie ich anderen vergebe. Bete ich diesen Abschnitt mit Hass oder Groll im Herzen, wecke ich in mir statt des Geistes der Vergebung noch mehr Unversöhnlichkeit.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 10. August


      UNSERE ANSTRENGUNGEN VERDOPPELN


      Bis zu einem gewissen Grade hat er das schon bei seiner Inventur gemacht, doch jetzt ist es an der Zeit,
      seine Anstrengungen zu verdoppeln, um herauszufinden, in welchem Umfang und auf welche Art und Weise
      er anderen Menschen geschadet hat.

      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 73)
      Wenn ich weiterhin in Nüchternheit wachse, nehme ich mich selbst mehr und mehr als wertvollen Menschen
      wahr. So kann ich andere immer besser als Personen wahrnehmen, und ich merke, dass es eben diese
      Menschen sind, die ich verletzt habe, als ich noch trank. Ich log nicht nur, sondern ich erzählte Lügen über
      Tom. Ich betrog nicht einfach, sondern prellte Joe. Scheinbar unpersönliche Taten waren in Wirklichkeit
      persönliche Angriffe, weil es Menschen waren - wertvolle Menschen - die ich verletzt hatte. Damit ich mich
      friedvoller Nüchternheit erfreuen kann, muss ich etwas für diese Menschen tun, die ich verletzt habe.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 11. August


      DER RICHTIGE BLICKWINKEL


      Die innere Inventur ist eine nüchterne Aufzählung der Schäden, die wir im Laufe des Lebens verursacht haben, und das ehrliche Bemühen, sie aus dem richtigen Blickwinkel zu sehen.


      (WIE BILL ES SIEHT, S. 148)

      Meine Liste im Achten Schritt zog mich gewöhnlich in einen Strudel von Ärger. Nach vierjähriger Trockenheit war ich durch Leugnen und Abhängigkeit in einer Beziehung blockiert. Ich wurde nicht mehr zwischen Angst und Stolz hin - und her gerissen, als ich die Worte dieses Schrittes nicht nur mit meinem Kopf sondern mit meinem Herzen begriff. Zum ersten Mal seit Jahren öffnete ich meinen Malkasten, und aus meinem Herzen ergoss sich eine ehrliche Wut, eine Explosion von Rot und Schwarz und Gelb. Als ich mir das Gemälde ansah, flossen Tränen der Freude und Erleichterung über meine Wangen. Während meiner Krankheit hatte ich meine Kunst aufgegeben: eine selbstauferlegte Strafe, die viel größer war als jegliche von außen kommende Bestrafung. Während meiner Genesung lernte ich, dass eben diese schmerzhaften Fehler der eigentliche Werkstoff sind, den Gott benutzt, um mein Wesen zu reinigen und mich frei zu machen.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 12. August


      EIN BLICK ZURÜCK



      Zuerst schauen wir zurück und versuchen festzustellen, wo wir Fehler gemacht haben.

      Als nächstes bemühen wir uns, den angerichteten Schaden wiedergutzumachen.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 72)

      Als ein Reisender auf einer anregenden und spannenden AA-Reise der Genesung gewann ich einen neuen Seelenfrieden, und der Horizont erschien mir eher klar und hell als fragwürdig und düster. Auf mein Leben zurückzuschauen, um zu entdecken, wo ich Fehler gemacht hatte, schien mir ein sehr mühseliges und gefährliches Unterfangen zu sein. Es war schmerzlich, anzuhalten und zurückzublicken. Ich hatte Angst zu stolpern. Konnte ich nicht die Vergangenheit aus meinem Kopf verbannen und nur noch in meiner goldenen Gegenwart leben? Ich erkannte, dass die Menschen, die ich in der Vergangenheit verletzt hatte, zwischen mir und meinem Wunsch standen, den Weg zur Gelassenheit vorwärts zu gehen. Ich musste um Mut bitten, um diesen Menschen, die in meinem Gewissen lebendig waren, gegenüberzutreten und mit den Schuldgefühlen umzugehen, die ihre Gegenwart in mir auslösten. Ich musste mir den Schaden, den ich angerichtet hatte, doch anschauen und bereit werden, ihn wiedergutzumachen. Erst dann konnte meine geistige Reise weitergehen.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 13. August


      REINER TISCH


      ... und drittens überlegen wir, nachdem wir den Scherbenhaufen der Vergangenheit beseitigt haben, wie wir mit der neugewonnenen Erkenntnis über uns selbst am besten mit unseren Mitmenschen zurechtkommen können.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 72/73)

      Als ich den Achten Schritt in Angriff nahm, kam alles zusammen, was zur erfolgreichen Bewältigung der vorhergehenden Sieben Schritte notwendig war: Mut, Aufrichtigkeit, Ernsthaftigkeit, Bereitschaft und Gründlichkeit. Ich hatte anfangs nicht die Kraft, die für dieses Unterfangen verlangt wird; aus gutem Grund beginnt dieser Schritt mit: "Wir wurden willig, …"

      Zuerst musste ich den Mut entwickeln, um damit anzufangen, und die Aufrichtigkeit, um zu sehen, wo ich mich irrte. Auch musste ich ernsthaft den Wunsch haben, Dinge in Ordnung zu bringen, Sorgfalt beim Aufstellen der Liste walten lassen und Bereitschaft entwickeln, die Risiken in Kauf zu nehmen, die für wahre Demut nötig sind. Mit der Hilfe meiner Höheren Macht entwickelte ich diese Tugenden. Mit diesem Schritt ging ich weiter voran in meiner Suche nach spirituellem Wachstum.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 14. August


      DEN SCHADEN WIEDER GUTMACHEN



      Wir versuchen, die Trümmer wegzuschaffen, die sich angehäuft haben, als wir nach unseren eigenen Willen lebten und alles allein dirigieren wollten. Wenn uns die Bereitschaft dazu noch fehlt, bitten wir solange, bis sie sich einstellt. Erinnern wir uns daran, dass wir am Anfang darin übereinstimmten, alles auf uns zu nehmen, um den Alkohol zu besiegen.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 88)

      Eine Liste der Personen zu machen, die ich verletzt hatte, war keine besonders schwierige Angelegenheit. Diese Menschen tauchten in meiner Inventur des Vierten Schrittes auf: Menschen, denen gegenüber ich Groll empfand - egal, ob berechtigt oder unberechtigt - und denen ich "es" heimgezahlt hatte. Ich glaube nicht, dassmeine vollständige Genesung davon abhängt, ob die Menschen, die mir zu Recht weh getan haben, sich bei mir entschuldigen. Wichtig in meiner Beziehung zu Gott ist, dass ich vor ihm stehe und weiß, dass ich alles getan habe, um den von mir angerichteten Schaden so gut ich konnte zu beheben.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 15. August


      HABEN WIR WIRKLICH NIEMANDEN VERLETZT ?


      Einige sind aber noch über ein anderes Hindernis gestolpert.

      Wir klammerten uns daran, dass unser Trinken nur uns selbst geschadet hat.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 74/75)

      Dieser Schritt schien so einfach. Mir fielen verschiedene Menschen ein, die ich verletzt hatte, die aber nicht mehr erreichbar waren. Mir war immer noch unbehaglich bei diesem Schritt und ich wich Gesprächen darüber aus. Mit der Zeit lernte ich, die Schritte und Bereiche meines Lebens, die mir unbehaglich waren, genauer zu betrachten, bei meiner Suche fand ich heraus, dass meine Eltern tief verletzt waren, weil ich den Kontakt zu ihnen abgebrochen hatte. Meinem Arbeitgeber hatte ich durch mein Nichterscheinen, meine Gedächtnislücken und meine Launen Sorgen bereitet. Meine Freunde hatte ich gekränkt, weil ich sie ohne jegliche Erklärung mied. Als ich das ganze Ausmaß der Verletzungen, die ich zugefügt hatte, erkannte, nahm der Achte Schritt eine neue Bedeutung an.

      Ich fühle mich nicht mehr unbehaglich, sondern rein und unbeschwert.


      GUTE 24 STUNDEN


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 16. August


      '' ICH HATTE MICH ABGEKAPSELT ''


      Vielleicht fragen wir uns als nächstes: Was meinen wir, wenn wir sagen, wir hatten anderen Menschen Schaden zugefügt? Wie schädigen sich Menschen eigentlich gegenseitig? Um den Begriff ''einander Schaden zufügen'' konkret zu definieren, wollen wir ihn als das Ergebnis eines gestörten Gefühlslebens betrachten, das beim Menschen körperliches, geistiges und seelisches Fehlverhalten hervorruft.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 76)

      In Meetings über den Achten Schritt dachte ich immer: ''Ich habe wirklich nicht vielen Menschen Schaden zugefügt, sondern in erster Linie mir selbst.'' Aber dann kam die Zeit, als ich meine Liste schrieb und merkte, dass sie doch nicht so kurz war, wie ich gedacht hatte. Es war so einfach: ich mochte jemanden oder auch nicht, es sei denn, ich wollte etwas von ihm. Meine Mitmenschen taten nicht, was ich erwartete und meine engen Beziehungen zerbrachen wegen der unvernünftigen Forderungen meiner Partner. Waren das ''Unterlassungssünden''? Weil ich trank, hatte ich mich ''ab gekapselt'' -ich schrieb nie, erwiderte keine Anrufe, nahm nie am Leben anderer teil und war nie für sie da. Es war schiere Gnade Gottes – wie ich ihn verstehe – mir diese Beziehung anzuschauen, meine Inventur allein in Ruhe machen und jeden Tag vorwärts gehen zu können, bereit, in meinen Beziehungen aufrichtig und geradlinig zu sein.


      GUTE 24 STUNDEN


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 17. August


      DEN SCHADEN WIEDER GUTMACHEN


      Dabei werden wir manchmal feststellen, dass der Schaden, den wir anderen zugefügt haben, nicht so groß war wie der seelische Schaden, den wir uns selbst antaten.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 75)

      Hast du jemals gedacht, dass du einen Geschäftspartner oder ein Familienmitglied so geringfügig geschädigt hast, dass es wirklich keiner
      Entschuldigung bedarf, weil sie es sicher schon vergessen haben? Wenn dieser Mensch und mein Verhalten mir immer wieder in den Sinn kommen und ein Schuldgefühl wecken, so setze ich den Namen dieses Menschen ganz oben auf die Wiedergutmachungsliste. Ich werde bereit, mich ernsthaft zu entschuldigen und ich weiß, dass ich mich diesem Menschen gegenüber ruhig und entspannt fühlen werde, wenn erst dieser wichtige Schritt meiner Genesung vollzogen ist.


      GUTE 24 STUNDEN


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 18. August


      A U S G E G L I C H E N H E I T



      In unserem Unterbewusstsein wirken sehr tief, manchmal längst vergessen, schwerwiegende seelische Konflikte weiter.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 75)

      Nur durch positives Handeln kann ich verborgene Schuld- und Schamgefühle, die durch mein Trinken entstanden, beseitigen. Über meine Missgeschicke während dieser Zeit würden meine Freunde sagen: ''Warum tust du das? Du tust dir nur selber weh.'' Ich hatte noch keine Ahnung, wie wahr diese Worte waren. Obwohl ich andere verletzte, verursachte mein eigenes Verhalten tiefe Wunden in meiner Seele. Der Achte Schritt zeigt mir den Weg, wie ich mir selbst verzeihen kann. Ich heile einige dieser verborgenen Verletzungen, wenn ich einfach meine Liste der Personen mache, denen ich weh getan habe. Wenn ich diesen Schaden wiedergutmache, befreie ich mich selbst von Belastungen und trage dadurch zu meiner Genesung bei.


      GUTE 24 STUNDEN


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    • HEUTE – GEDANKEN ZUM TAG – 19. August


      EIN BEZUGSRAHMEN



      Wir kommen wieder auf unsere Liste zurück. Wir beschäftigen uns nicht mehr mit dem, was andere falsch gemacht hatten, sondern wir suchten beherzt nach unseren eigenen Fehlern. Wo waren wir selbstsüchtig, unehrlich, egoistisch und feige gewesen?


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 78)

      Es ist ein wunderbares Freiheitsgefühl, wenn ich nicht ständigen Beifall von Arbeitskollegen oder geliebten Menschen brauche. Ich wünsche mir, ich hätte diesen Schritt schon früher gekannt: denn als ich diesen Bezugsrahmen entwickelt hatte, konnte ich als nächstes das Richtige tun und wusste, dass die Handlung der Situation angepasst war und alles seine Richtigkeit hatte.


      GUTE 24 STUNDEN


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 20. August


      AUF DEM WEG ZU INNEREM FRIEDEN



      Da gestörte mitmenschliche Beziehungen fast immer die Ursache unseres Elends einschließlich unserer Alkoholkrankheit waren, kann die Erforschung keines Gebietes uns wichtigere und wertvollere Aufschlüsse bringen als dieses.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 75)

      Bereitschaft ist für mich eine eigentümliche Sache: langsam wächst sie, zuerst ein Bewusstwerden, aber dann ein Gefühl von Missbehagen, das in mir den Wunsch weckt, etwas zu tun. Als ich mich an den Achten Schritt heranwagte, hatte meine Bereitschaft, mich zu entschuldigen, die Wurzeln in meiner Sehnsucht nach Vergebung, die der anderen und meiner eigenen. Ich konnte anderen verzeihen, nachdem mir klar wurde, welchen Anteil ich selbst an den Schwierigkeiten in unseren Beziehungen hatte. Ich wünschte mir Frieden und Gelassenheit, von denen in den Versprechungen die Rede ist. Während ich die ersten sieben Schritte ging, erkannte ich, wen ich verletzt hatte und dass ich selbst mein ärgster Feind war. Ich wusste, dass ich mich ändern musste, damit ich die Beziehungen zu meinen Nächsten wieder herstellen konnte. Ich wollte lernen, in Einklang mit mir selbst und anderen zu leben, so dass auch ich innerlich Freiheit fände. Ich tat den Ersten Schritt aus der Isolation von Gott und von meinen Nächsten, als ich meine Wiedergutmachungsliste schrieb.


      GUTE 24 STUNDEN


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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