HEUTE - GEDANKEN ZUM TAG - 1. JANUAR

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    • HEUTE - GEDANKEN ZUM TAG - 1. JANUAR

      HEUTE – Gedanken zum Tag - 1. Januar


      " ICH BIN EIN WUNDER "



      Unser heutiges Dasein basiert auf der absoluten Gewissheit, dass unser Schöpfer auf eine wunderbare Art den Weg zu unseren Herzen gefunden hat und in unser Leben eingetreten ist. Er hat für uns Dinge vollendet, die wir allein nie zustande gebracht hätten.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 30)

      Das ist wirklich eine Tatsache in meinem Leben und ein wahres Wunder. Ich habe immer an Gott geglaubt, konnte aber diesen Glauben nie sinnvoll in mein Leben einbauen. Heute, mit den Anonymen Alkoholikern, vertraue und stütze ich mich auf Gott, wie ich Ihn verstehe; deshalb bin ich heute nüchtern! Zu lernen, auf Gott zu vertrauen und mich auf Ihn zu stützen war etwas, was ich nie allein hätte tun können. Ich glaube an Wunder - denn ich selbst bin ein Wunder!


      Euch allen gute 24 Stunden
      ( ( ) ) und ein gutes NEUES JAHR !


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag -2. Januar




      ZUERST DAS FUNDAMENT



      Ist Nüchternheit alles, was wir vom geistigen Erwachen erwarten? Nein, Nüchternheit ist nur ein dürftiger Anfang.




      (WIE BILL ES SIEHT, S. 16)

      Im AA-Programm zu leben ist wie ein Haus bauen. Erst musste ich eine große, massive Betonplatte gießen, um das Haus darauf zu errichten; das bedeutete für mich, mit dem Trinken aufzuhören. Aber es ist sehr ungemütlich, auf einer Betonplatte zu leben, ungeschützt Hitze, Kälte, Wind und Regen ausgesetzt zu sein. So baute ich auf der Platte einen Raum, indem ich anfing, im Programm zu leben. Das erste Zimmer war wacklig, da ich an diese Arbeit nicht gewöhnt war. Aber im Laufe der Zeit, mit mehr Übung im Programm, lernte ich langsam stabilere Räume zu bauen. Je länger ich übte und je mehr ich baute, um so gemütlicher wurde das Zuhause, in dem ich heute lebe.


      ALLEN gute 24 Stunden !


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag -3. Januar




      M A C H T L O S




      Wir haben zugegeben, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.




      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 19)

      Es ist kein Zufall, dass im allerersten Schritt Machtlosigkeit erwähnt wird: das Eingeständnis der persönlichen Machtlosigkeit gegenüber dem Alkohol ist ein Eckstein des Fundaments der Genesung. Ich habe gelernt, dass ich nicht die Macht und Kontrolle habe, die ich einst zu haben glaubte. Ich bin machtlos gegenüber dem, was andere von mir denken. Ich bin machtlos gegenüber der Tatsache, dass ich gerade den Bus verpasst habe. Ich bin machtlos gegenüber der Art, wie andere im Programm arbeiten (oder nicht arbeiten). Aber ich habe auch gelernt, dass ich gegenüber manchen Dingen nicht machtlos bin. Ich bin nicht machtlos gegenüber meiner Einstellung. Ich bin nicht machtlos gegenüber dem Negativen. Ich bin nicht machtlos, wenn es darum geht, die Verantwortungfür meine eigene Genesung zu übernehmen. Ich habe die Macht, positiven Einfluss auszuüben: auf mich, auf die, die ich liebe und auf die Welt, in der ich lebe.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 4. Januar


      BEGINNE , WO DU STEHST



      Wir glauben, dass Aufhören mit dem Trinken nur ein Anfang ist. Wichtiger ist es, die neuen Grundsätze zu Haus, im Beruf und im Geschäftsleben anzuwenden.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 23)

      Für gewöhnlich ist es ziemlich einfach für mich, in einem AA-Meeting nett zu sein. Während ich daran arbeite, nüchtern zu bleiben, feiere ich mit meinen AA-Freunden unsere gemeinsame Befreiung aus der Hölle des Trinkens. Es ist oft gar nicht so schwer, meinen alten und neuen Freunden im Programm etwas Positives zu vermitteln. Zu Hause und am Arbeitsplatz kann das jedoch ganz anders sein. In diesen Bereichen treten die kleinen alltäglichen Enttäuschungen zu Tage und es kann schwierig sein zu lächeln, ein freundliches Wort zu finden oder aufmerksam zuzuhören. Außerhalb von AA erweist sich erst die Wirksamkeit meiner Arbeit in den Zwölf Schritten.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 5. Januar


      VOLLSTÄNDIGES ANNEHMEN



      Ein Leben ohne Alkohol kann er sich nicht vorstellen. Eines Tages wird er sich das Leben überhaupt nicht mehr vorstellen können – weder mit noch ohne Alkohol. Dann wird er die Einsamkeit so kennen lernen, wie nur wenige sie kennen. Er wird bereit sein zum Sprung in den Abgrund. Er wird das Ende herbeiwünschen.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 178)

      Nur ein Alkoholiker kann die genaue Bedeutung einer solchen Aussage verstehen. Die widersprüchlichen Anforderungen, die mich als aktiven Alkoholiker gefangen hielten, erfüllten mich mit Panik und Verwirrung. „Wenn ich nichts zu trinken bekomme, sterbe ich“ stand im Widerstreit mit „Wenn ich weiter trinke, wird es mich umbringen“. Beide Zwangsgedanken trieben mich auf den Tiefpunkt zu. Der Tiefpunkt führte zu einem vollkommenen Annehmen meines Alkoholismus – ohne jeden Vorbehalt – und das war unentbehrlich für meine Genesung. Es war ein schlimmeres Dilemma als ich es je erlebt hatte, aber, wie es sich später herausstellte, absolut notwendig, um im Programm voranzukommen.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag – 6. Januar


      DER SIEG DER KAPITULATION



      Wir erkennen, dass wir nur durch eine völlige Niederlage unsere ersten Schritte auf dem Weg zur Befreiung und Stärke tun können. Das Eingeständnis unserer persönlichen Machtlosigkeit wird schließlich zum Fundament, auf dem ein zufriedenes und sinnvolles Leben aufgebaut werden kann.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 19)

      Als der Alkohol jede Seite meines Lebens beeinflusste, als die Flaschen das Symbol all' meiner Hemmungslosigkeit und meines Sich-gehen-Lassenswurden und ich merkte, dass ich allein nichts gegen die Macht des Alkohols vermochte, wurde mir klar, dass es außer Kapitulation keinen Ausweg für mich gab. In der Niederlage lag der Sieg – der Sieg über meine egoistische Hemmungslosigkeit, über meinen hartnäckigen Widerstand meinem eigenen Leben gegenüber. Als ich aufhörte, gegen alles und jeden zu kämpfen, begann ich den Weg der Nüchternheit, der Gelassenheit und des Friedens.


      Euch allen gute 24 Stunden !


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 7. Januar


      AM WENDEPUNKT



      Halbe Sachen nützen uns nichts. Wir standen am Wendepunkt. Hingebungsvoll baten wir Ihn um Seinen Schutz und Seine Hilfe.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 68)

      Jeden Tag stehe ich an Wendepunkten. Meine Gedanken und Taten können mich zum Wachstum anspornen oder mich auf den Weg der alten Gewohnheiten und der Sauferei hinab ziehen. Manchmal sind die Wendepunkte Anfänge, z. B., wenn ich jemanden segne, anstatt ihn zu verdammen. Oder wenn ich beginne um Hilfe zu bitten, anstatt alles allein tun zu wollen. Manchmal sind es auch Schlusspunkte, z.B. wenn ich klar erkenne, dass ich schwelenden Groll oder lähmenden Egoismus aufgeben muss. Viele Unzulänglichkeiten führen mich täglich in Versuchung; deshalb habe ich auch täglich Gelegenheit, mir ihrer bewusst zu werden. In irgendeiner Form treten meine Charakterfehler täglich hervor; Selbstverdammung, Wut, Davonlaufen, Stolz, der Wunsch, es jedem anderem heimzuzahlen, oder großspuriges Auftreten. Wenn ich nur halbherzig darangehe, diese Mängel auszumerzen, lähme ich nur meine eigenen Bemühungen. Nur wenn ich voller Hingabe Gott um Hilfe bitte, werde ich willens und fähig, mich zu ändern.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag -8. Januar


      HABE ICH EINE WAHL ?



      Es ist eine Tatsache, dass die meisten Alkoholiker aus noch unbekannten Gründen keine andere Wahl haben als zu trinken. Unsere sogenannte Willenskraft existiert praktisch nicht mehr.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 29)

      Meine Machtlosigkeit dem Alkohol gegenüber endet nicht, wenn ich aufhöre zu trinken. Auch in der Nüchternheit habe ich keine Wahl – ich kann nicht trinken.

      Die Wahl, die ich habe, ist, „das spirituelle Handwerkszeug aufzuheben“ (Anonyme Alkoholiker, S. 30) und zu gebrauchen. Wenn ich es tue, befreit mich meine Höhere Macht von dem Mangel an Entscheidungsfreiheit und hält mich für einen weiteren Tag trocken. Wenn ich mich frei entscheiden könnte, heute nichts zu trinken, bräuchte ich dann AA oder eine Höhere Macht?


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 9. Januar


      DAS WIRKEN DER VORSEHUNG



      Es ist in der Tat schrecklich, wenn wir zugeben müssen: Wir selbst haben durch das Glas in unserer Hand unser Denken und unser inneres Wesen in die Sucht des zerstörerischen Trinkens getrieben, so dass uns nur noch das Wirken der Vorsehung daraus befreien kann.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 19)

      In meinem Leben geschah diese Offenbarung göttlicher Fürsorge und Leitung, als ich den vollkommenen Bankrott des aktiven Alkoholismus erfuhr – alles Sinnvolle in meinem Leben war verschwunden. Ich rief die Anonymen Alkoholiker an und von diesem Augenblick an war mein Leben nicht mehr wie vorher. Wenn ich diesen speziellen Augenblick betrachte, weiß ich, dass Gott in meinem Leben wirkte, schon lange bevor es mir möglich war, spirituelle Grundsätze zu begreifen und anzunehmen. Durch diesen Akt der Vorsehung konnte ich das Glas wegstellen und meine Reise in die Nüchternheit begann. Mein Leben entwickelt sich unter göttlicher Fürsorge und Leitung weiter fort. Der Erste Schritt, in welchem ich zugab, dem Alkohol gegenüber machtlos zu sein und mein Leben nicht mehr meistern zu können, bekommt für mich – jeweils nur für einen Tag -mehr Bedeutung in der lebensrettenden, lebenspendenden Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 10. Januar


      GEMEINSAM SCHAFFEN WIR ES



      Wir haben gelernt, dass wir in unserem tiefsten Inneren rückhaltlos zugeben mussten, Alkoholiker zu sein. Das ist der erste Schritt zur Genesung. Der Wahn, dass wir wie andere sind oder je wieder werden könnten, muss zerschlagen werden.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 35)

      Ich kam zu AA, weil ich mein Trinken nicht mehr kontrollieren konnte. Vielleicht war es das Gejammer meiner Frau, oder die Polizei verlangte meine Teilnahme an AA-Meetings; vielleicht wusste ich auch tief drinnen, dass ich nicht wie andere trinken konnte, aber ich wollte es nicht zugeben, weil mich die Alternative entsetzte. Die Anonymen Alkoholiker sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die sich gegen eine gemeinsame, tödliche Krankheit verbündet haben. Jedes einzelne Leben ist mit dem des anderen verbunden, so wie bei Überlebenden in einem Rettungsboot. Wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir das rettende Ufer erreichen.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 11. Januar


      DER EINZIGE SCHRITT OHNE „ WENN “ UND „ ABER “



      Nur den Ersten Schritt, in dem wir aus tiefster Überzeugung unsere Machtlosigkeit dem Alkohol gegenüber zugeben, vollziehen wir vollkommen und bedingungslos.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 64)

      Lange bevor es mir möglich war, Nüchternheit in AA zu erlangen, wusste ich ohne Zweifel, dass Alkohol mich umbringt; doch selbst mit diesem Wissen konnte ich nicht mit dem Trinken aufhören. So war es mir, als ich dem Ersten Schritt gegenüberstand, leicht zuzugeben, dass ich nicht die Kraft besaß, nicht zu trinken. Aber konnte ich mein Leben wirklich nicht meistern? Niemals! Fünf Monate, nachdem ich zu AA gekommen war, trank ich wieder und fragte mich warum. Später, als ich zurück zu AA kam und meine Wunden heilten, begriff ich, dass der Erste Schritt der einzige ist, der voll und ganz vollzogen werden musste. Und die einzig Möglichkeit, ihn wirkungsvoll zu vollziehen besteht darin, ihn vorbehaltlos anzunehmen. Das war vor vielen 24 Stunden und ich musste den Ersten Schritt nicht wieder holen.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 12. Januar


      UNSERE GEGENWÄRTIGE SITUATION ANNEHMEN


      Unser wichtigstes Problem ist, unsere jetzige Lage, uns selbst und die Menschen unserer Umgebung so zu akzeptieren, wie sie sind. Nur so gelangen wir zur wirklichen Demut, ohne die ein echter Fortschritt nicht einmal beginnen kann. Wir werden immer wieder neu anfangen müssen, den nackten Tatsachen ins Auge zu sehen. Das ist die Übung des Annehmens, die wir jeden Tag unseres Lebens zu unserem eigenen Vorteil ausführen können. Vorausgesetzt, dass wir eifrig versuchen, diesen realistischen Überblick über die Tatsachen nicht in verlogene Entschuldigungen für Gleichgültigkeit oder Aufgabe umzumünzen, kann das eine feste Grundlage werden, auf der wachsende, seelische Gesundung und damit geistiger Fortschritt aufzubauen sind.


      (WIE BILL ESSIEHT, S. 52)

      Wenn ich Schwierigkeiten damit habe, Menschen, Orte oder Ereignisse anzunehmen, wende ich mich diesem Abschnitt zu. Er befreit mich von so mancher verdeckten Furcht vor anderen Menschen und Lebenssituationen. Der Gedanke erlaubt es mir, menschlich zu sein anstatt vollkommen – und so finde ich meinen inneren Frieden wieder.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 13. Januar


      ES GESCHIEHT NICHT ÜBERNACHT



      Wir sind nicht vom Alkoholismus geheilt. Was wir in der Hand haben, ist eine auf den Tag bemessene Bewährungsfrist.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 98)

      Die häufigste gemeinsame Vorstellung bei Alkoholikern scheint die zu sein: „Wenn ich nur nichts trinke, wird schon alles in Ordnung kommen.“ Irgendwann lichtete sich der Nebel für mich und ich sah – erstmals – welch ein Durcheinander mein Leben geworden war. Ich hatte familiäre, berufliche, finanzielle und juristische Probleme, ich war von alten religiösen Vorstellungen besessen. Ich war geneigt, bestimmten Seiten meines Charakters gegenüber blind zu sein, da sie mich leicht hätten überzeugen können, dass ich ein hoffnungsloser Fall sei und sie mich wieder in die Flucht hätten treiben können. Das AA-Buch gab mir die Anleitung zur Lösung all' meiner Probleme. Aber das geschah nicht über Nacht – und schon gar nicht von selbst – ohne Mühe meinerseits. Ich muss bloß Gottes Gnade und Segen erkennen, die durch alle Probleme hindurch leuchten, die ich zu bewältigen habe.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 14. Januar


      KEINE REUE



      Wir wollen die Vergangenheit weder beklagen noch die Tür hinter ihr zuschlagen.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 97)

      Als ich nüchtern wurde begann ich zu erkennen, wie vergeudet mein Leben gewesen war und ich erlebte überwältigende Gefühle von Schuld und Reue. Der

      Vierte und der Fünfte Schritt halfen mir enorm bei der Heilung dieser quälenden Reue. Ich lernte, dass meine Egozentrik und Unehrlichkeit weitgehend von meinem Trinken herrührten und dass ich trank, weil ich Alkoholiker war. Nun erkenne ich, dass selbst meine widerlichsten Erfahrungen der Vergangenheit in Gold verwandelt werden können, dass ich sie als trockener Alkoholiker mitteilen kann, um meinen Mitalkoholikern, besonders den Neuen, zu helfen. Nach einigen Jahren der Trockenheit in AA bereue ich die Vergangenheit nicht mehr, ich bin einfach nur noch dankbar für das Bewusstsein der Liebe Gottes und für die Hilfe, die ich anderen in der Gemeinschaft geben kann.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 15. Januar


      EINE UNVERMUTETE INNERE KRAFTQUELLE



      Fast ausnahmslos entdeckten unsere Mitglieder dabei, dass sie auf eine unvermutete, innere Kraftquelle gestoßen sind, die sie nun als jene „Macht, die größer ist als sie selbst“, anerkennen.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 418)

      Von meinen ersten Tagen in AA an, als ich um Trockenheit kämpfte, fand ich Hoffnung in den Worten unserer Gründer. Ich grübelte oft über den Satz nach: „Sie stießen auf eine unvermutete innere Kraftquelle.“ Wie, so fragte ich mich, kann ich nur diese Kraft finden, wo ich doch so machtlos bin? So, wie es die Gründer versprochen hatten, geschah es auch mir. Ich habe immer die Wahl zwischen Gut und Böse, zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit, zwischen Gelassenheit und Furcht. Diese Macht, größer als ich selbst, ist ein einmaliges Geschenk, das ich nicht erkannte bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich durch das Leben in den Zwölf Schritten von AA tägliche Nüchternheit erlangte.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 16. Januar


      T I E F P U N K T



      Warum wird beharrlich die Ansicht vertreten, jeder AA müsse erst seinen Tiefpunkt erreicht haben? Die Antwort darauf ist, dass nur wenige versuchen, das AA-Programm zu leben, ehe sie nicht ihren Tiefpunkt hatten. Um die übrigen Zwölf Schritte der AA zu praktizieren, muss man sich nämlich Ansichten und Fähigkeiten aneignen, an die ein noch trinkender Alkoholiker im Traum nicht denkt.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 22)

      Der Tiefpunkt öffnete mein Herz und ich wurde bereit, etwas Neues zu versuchen. Ich versuchte es mit AA. Mein neues Leben in der Gemeinschaft hatte ein wenig Ähnlichkeit damit, Radfahren zu lernen: AA waren meine Stützräder und die helfende Hand. Nicht, dass ich die Hilfe damals so sehr gewollt hätte; ich wollte mir nur nicht noch einmal so weh tun. Mein Wunsch, den Tiefpunkt zu umgehen, war mächtiger als mein Wunsch zu trinken. Im Anfang hielt mich das trocken. Aber nach einer Weile arbeitete ich in den Schritten, so gut ich eben konnte. Ich merkte bald, dass sich meine Standpunkte und Handlungen änderten -wenn auch nur geringfügig. Nur für heute begann ich, mich mit mir und anderen wohlzufühlen und meine Wunden begannen zu heilen. Gott sei gedankt für die Stützräder und die helfende Hand, die ich Anonyme Alkoholiker nenne.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 17. Januar


      DAS GLÜCK KOMMT STILL



      „Wir sind alle hinter demselben her, nämlich dem Glück. Wir wünschen uns innere Ruhe. Das Übel bei uns Alkoholikern war: Wir verlangten, dass die Welt uns Glück und inneren Frieden genauso schenken sollte, wie wir es wollten – nämlich mit Alkohol. Damit hatten wir keinen Erfolg. Aber wenn wir uns Zeit nehmen, um einige der spirituellen Gesetzmäßigkeiten herauszufinden und wenn wir uns selbst mit ihnen vertraut machen und sie in die Praxis umsetzen, dann erlangen wir Glück und innere Ruhe. … Es scheint einige Regeln zu geben, die wir befolgen müssen, aber Glück und innere Ruhe sind immer da – für jeden zur freien Verfügung.“


      (DR. BOB UND DIE GUTEN OLDTIMER, S. 343/344)

      Die Einfachheit des AA-Programms lehrt mich, dass Glück nichts ist, was ich „fordern“ kann. Es kommt still zu mir, wenn ich anderen diene. Wenn ich Neuen und Rückfälligen meine Hand biete, erfüllt sich meine Nüchternheit und ich empfinde unbeschreibliche Dankbarkeit und Glück.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 18. Januar


      WÜRDE EIN SCHLUCK HELFEN ?



      Als wir auf die Geschichten unseres eigenen Trinkens zurückblickten, konnten wir aufzeigen, dass unser Trinken schon Jahre bevor wir den Kontrollverlust hatten, kein gewohnheitsmäßiges Trinken mehr war. Es war wirklich schon der Anfang zu einem verhängnisvollen Abstieg.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 21)

      Als ich noch trank, konnte ich auf keine Lebenssituation so eingehen, wie andere, gesündere Leute es konnten. Der kleinste Vorfall löste einen Gemütszustand aus, in dem ich glaubte trinken zu müssen, um meine Gefühle zu betäuben. Aber die Betäubung verbesserte die Situation nicht, und so suchte ich weiter Zuflucht bei der Flasche. Heute muss ich mir meines Alkoholismus bewusst sein. Ich kann es mir nicht leisten zu glauben, dass ich die Kontrolle über mein Trinken gewonnen hätte – sonst denke ich wieder, ich hätte die Kontrolle über mein Leben. Dieses Gefühl ist verhängnisvoll für meine Genesung.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 19. Januar


      TAG FÜR TAG GLAUBEN



      Der Glaube muss 24 Stunden am Tag in uns und durch uns arbeiten, oder wir kommen um.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 19)

      Für meine Spiritualität und Nüchternheit ist der Glaube an eine Höhere Macht von entscheidender Bedeutung. Ich muss mich auf den Gott besinnen, den ich verstehe und mich auf ihn verlassen, während ich meinem täglichen Leben und Treiben nachgehe. Wie tröstlich ist für mich der Gedanke, dass Gott in und durch die Menschen wirkt. Wenn ich im Laufe des Tages innehalte, erinnere ich mich besonderer, bestimmter Beispiele von Gottes Anwesenheit? Bin ich erfüllt vom Staunen darüber, wie oft sich diese Macht offenbart und fühle ich mich von ihr getragen? Ich bin überwältigt von Dankbarkeit für Gottes Wirken in meiner Genesung. Ohne diese allmächtige Kraft in meinem täglichen Leben und Treiben würde ich wieder in den Abgrund meiner Krankheit – und des Todes – stürzen.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 20. Januar


      „ WIR HALTEN INNE … UND BITTEN “



      Wenn wir tagsüber unruhig sind oder in Zweifel geraten, machen wir eine Pause und bitten um richtiges Denken oder Handeln.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 101)

      Heute bitte ich meine Höhere Macht demütig, mich nicht von vorschnellen Entschlüssen leiten zu lassen; mir eine kühle Brise zu schicken, wenn ich hitzig reagieren möchte; Heftigkeit durch sanften Frieden zu unterbrechen; nicht zu richten, sondern einsichtig zu sein; still zu werden, wenn sich meine Zunge in Angriff oder Rechtfertigung übereilen möchte. Ich verspreche, jede Möglichkeit wahrzunehmen, mich der Führung meiner Höheren Macht zu überlassen. Ich weiß, wo diese Macht ist: sie ruht in mir, so klar wie ein verborgener Bach in den Bergen – es ist die unvermutete innere Kraftquelle. Ich danke meiner Höheren Macht für die Welt des Lichtes und der Wahrheit, die sich mir auftut, wenn ich meine Vorstellungskraft von ihr leiten lasse. Ich vertraue ihr Tag für Tag und hoffe auf ihr Vertrauen in mich: dass ich mich bemühe, heute das Richtige zu denken und zu tun.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)