HEUTE - Gedanken zum Tag - 01. März

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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 01. März

      HEUTE – Gedanken zum Tag – 1. März


      ES FUNKTIONIERT



      Es funktioniert – es funktioniert wirklich.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 102)

      Als ich trocken wurde, hatte ich zunächst nur Vertrauen in das Programm der Anonymen Alkoholiker. Verzweiflung und Angst hielten mich trocken (und ein fürsorglicher, aber beharrlicher Sponsor, der half). Vertrauen in eine Höhere Macht entwickelte sich viel später. Dieses Vertrauen wuchs zuerst nur langsam, nachdem ich begonnen hatte zuzuhören, wenn andere im Meeting ihre Erfahrungen mitteilten – Erfahrungen, denen ich mich noch nie nüchtern ausgesetzt hatte, denen sie sich aber mit Hilfe einer Höheren Macht gestellt hatten. Aus ihren Schilderungen zog ich die Hoffnung, dass auch ich eine Höhere Macht „finden“ könne und würde. Wenig später lernte ich, dass es eine Höhere Macht – ein bedingungslos funktionierendes Vertrauen – tatsächlich geben kann. Heute gibt mir dieses Vertrauen, zusammen mit Ehrlichkeit, Offenheit und der Bereitschaft, in den Schritten zu arbeiten, die Gelassenheit, die ich suche. Es funktioniert – es funktioniert wirklich.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 2. März


      H O F F N U N G



      Sei nicht mutlos.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 69)
      Kaum eine Erfahrung ist wertloser für mich als eine leicht erlangt Nüchternheit. Zu oft war Entmutigung der Lohn für unrealistische Erwartungen, ganz zu schweigen vom Selbstmitleid und der Erschöpfung, die sich einstellten, wenn ich die Welt über Nacht verändern wollte. Mutlosigkeit ist ein Warnsignal, das mir zeigt, dass ich Gottes Weg verlassen habe. Das Geheimnis, meine Fähigkeiten voll zu nutzen, besteht darin, dass ich meine Grenzen kenne und daran glaube, dass Zeit keine Bedrohung sondern ein Geschenk ist.
      Hoffnung ist der Schlüssel, der das Gefängnis der Mutlosigkeit öffnet. Das Programm verspricht mir, dass ich immer Hoffnung haben werde, wenn ich nur für heute das erste Glas stehen lasse. Seitdem ich zu dem Glauben kam, dass ich behalten werde, was ich mit anderen teile, fühle ich mich jedes Mal ermutigt, wenn ich einem anderen Mut mache. Nur zusammen mit anderen – mit der Gnade Gottes und der Gemeinschaft der AA – bleibe ich auf dem Weg in eine glückliche Zukunft. Ich möchte immer daran denken, dass die Kraft in mir um vieles größer ist als meine Angst. Ich möchte immer Geduld bewahren, denn ich bin auf dem richtigen Weg.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 3. März


      DEN EIGENSINN ÜBERWINDEN


      Wir glauben, dass wir uns unsere Schwierigkeiten im Wesentlichen selbst geschaffen haben. Sie erwachsen aus uns selbst und der Alkoholiker ist ein Musterbeispiel für einen Menschen, der sich eigenwillig über alle Schranken hinwegsetzt, obwohl er das meistens nicht zugibt. Vor allem müssen wir Alkoholiker uns von dieser Selbstsucht befreien. Wir müssen es – oder sie bringt uns um.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 72)

      Viele Jahre lang hat sich mein Leben nur um mich selbst gedreht. Ich war von mir selbst besessen – Ichbezogenheit, Selbstmitleid, Egoismus, die alle von meinem Stolz herrührten. Heute habe ich – durch die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker – die Chance erhalten, Schritte und Traditionen in meinem täglichen Leben zu üben, eine Gruppe und einen Sponsor zu haben und die Fähigkeit – wenn ich sie nutze – in allen Lebenslagen meinen Stolz beiseite zu lassen. Ich konnte weder Gelassenheit noch zufriedene Nüchternheit erlangen, solange ich nicht bereit war ehrlich zu mir selbst zu sein und zu begreifen, dass ich selbst in vielen Situationen das Problem gewesen war und nach außen und innen angemessen reagieren musste. Genauso galt es zu begreifen, dass ich meine Erwartungen reduzieren musste, wenn meine Gelassenheit wachsen sollte.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 4. März


      DEN GARTEN JÄTEN



      Das Wesentliche allen Wachsens ist die Bereitschaft, sich zum Guten zu ändern, verbunden mit der Bereitschaft, Verantwortung zu tragen.


      (WIE BILL ES SIEHT, S. 123)

      Als ich den Dritten Schritt erreichte, war ich von meinem Suchtdruck befreit, aber bittere Erfahrungen hatten mir gezeigt, dass eine dauerhafte Nüchternheit einer stetigen Anstrengung bedarf. Ab und zu halte ich inne, um einen genauen Blick auf meinen Fortschritt zu werfen. Jedes Mal ist mehr von meinem Garten gejätet und doch sehe ich neues Unkraut an Stellen sprießen, an denen ich dachte, das letzte Mal den Spaten angesetzt zu haben. Wenn ich daran gehe, das neue Unkraut auszureißen (es ist leichter, solange es noch jung ist), nehme ich mir einen Augenblick Zeit und staune, wie üppig das Gemüse und die Blumen wachsen und meine Mühe ist belohnt. Meine Nüchternheit wächst und trägt Früchte.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 5. März


      EINE LEBENSLANGE AUFGABE



      … „Wie geht das-'Mach's dir nicht so schwer?' -Das möchte ich gerne wissen.“


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 24)

      Ich bin nie für meine Geduld bekannt gewesen. Wie oft habe ich gefragt: „Warum soll ich warten, wenn ich jetzt alles haben kann?“ Als ich zum ersten Mal von den Zwölf Schritten hörte, benahm ich mich tatsächlich wie das sprichwörtliche ''Kind beim Zuckerbäcker'': Ich konnte es nicht erwarten, zum Zwölften Schritt zu kommen; ich dachte, dass es sicher nur ein paar Monate Arbeit kosten würde! Heute ist mir klar, dass in den Zwölf Schritten der AA zu leben auch ein lebenslangesUnterfangen ist.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 6. März


      DIE VORSTELLUNG , ZU GLAUBEN




      Auch wenn du Vorurteile gegen religiöse Formulierungen hast, lasse dich dadurch nicht davon abhalten, dich ehrlich zu fragen, was die Begriffe für dich bedeuten.




      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 54)

      Die Vorstellung, zu glauben, ist ein harter Brocken, wenn Angst, Zweifel und Groll mich überwältigen. Manchmal kann schon der Gedanke, etwas anderes zu tun als das, was ich gewohnt bin, ein Akt des Glaubens werden; nämlich dann, wenn ich es regelmäßig tue, ohne darüber zu diskutieren, ob es richtig oder falsch ist. Wenn ich einen schlechten Tag habe, an dem alles schief geht, kann mich ein Meeting oder ein Gespräch mit einem anderen Alkoholiker oft soweit ablenken, dass ich überzeugt bin, dass nicht alles so unmöglich, so überwältigend ist, wie es mir scheint. So ist auch der Gang ins Meeting oder das Gespräch mit einem AA-Freund ein Akt des Glaubens; ich glaube, dass ich meine Krankheit zum Stillstand bringe. Dies sind Wege, auf denen ich langsam zu einem Glauben an eine Höhere Macht gelange.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 7. März


      BEREITSCHAFT IST DER SCHLÜSSEL



      Haben wir einmal den Schlüssel der Bereitschaft benutzt und die Tür ein wenig geöffnet, erkennen wir, dass wir sie immer weiter aufmachen können.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 33)

      Die Bereitschaft, meinen Stolz und Eigenwillen einer Macht, größer als ich selbst, zu überlassen, hat sich als die einzig absolute Voraussetzung erwiesen, um alle meine Probleme für heute zu bewältigen. Sogar die kleinste Bereitschaft genügt – wenn sie ehrlich ist – um Gott einzulassen und ihm jedes Problem, jeden Schmerz und jede Besessenheit zu übergeben. Der Grad meines Wohlergehens hängt jeweils vom Grad meiner Bereitschaft ab, meinen Eigensinn aufzugeben und Gottes Willen in meinem Leben wirken zu lassen. Mit dem Schlüssel der Bereitschaft werden meine Sorgen und Ängste wirkungsvoll in Gelassenheit umgewandelt.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 8. März


      A B G E B E N



      Jeder AA, ob Mann oder Frau, hat unbewusst den Anfang des Dritten Schrittes gemacht. Stimmt es denn nicht, dass jeder, was den Alkohol anbetrifft, bereit war, sein Leben der Sorge, dem Schutz und der Führung der Anonymen Alkoholiker anzuvertrauen? … Jeder Neue der sich ernsthaft bemüht, ist davon überzeugt, dass diese Gemeinschaft der einzige sichere Hafen für das leckgeschlagene Boot ist, indem er sitzt. Wenn das keine Hingabe des eigenen Willens und Lebens an eine neu entdeckte Vorsehung ist, was ist es dann?


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 33)

      Der erste Schritt zu meiner Genesung war, mich Gott zu ergeben. Ich glaube, dass unsere Gemeinschaft nach einer Spiritualität sucht, die offen ist für eine neue Verwandtschaft mit Gott. Sobald ich mich bemühe, dem Weg der Schritte zu folgen, werde ich frei, für mich selbst zu denken. Meine Sucht hielt mich ausweglos gefangen und nahm mir jede Möglichkeit, aus meinem eigenen Gefängnis befreit zu werden: AA jedoch garantiert mir einen Weg nach vorne. Gegenseitiges Teilen. Interesse und die Sorge für andere ist unser naturgegebenes Geschenk füreinander und ich werde darin bestärkt, wenn ich meine Einstellung zu Gott ändere. Ich lerne, Gottes Willen zu folgen, mich selbst zu achten und diese Geisteshaltung zu bewahren, indem ich weitergebe, was ich erhalte.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 9. März


      DEN WILLEN AUFGEBEN



      ''Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir Ihn verstanden – anzuvertrauen.''


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 32)

      Unabhängig davon, wie stark der Wunsch ist, es zu versuchen: Wie schafft man es, seinen eigenen Willen und sein eigenes Leben der Sorge irgendeines Gottes anzuvertrauen, wie immer man ihn sich vorstellt? Auf der Such nach der richtigen Antwort auf diese Frage wurde mir die Weisheit bewusst, mit der geschrieben wurde: dies sei ein Schritt in zwei Teilen.

      Ich konnte erkennen, dass ich bei meinem vorherigen Lebenswandel viele Male hätte sterben müssen oder zumindest verletzt werden können, aber es ist nie geschehen. Irgendwer oder irgendetwas passte auf mich auf. Ich ziehe es vor zu glauben, dass mein Leben immer in Gottes Obhut gestanden hat. Er allein weiß die Zahl der Tage, die mir bis zu meinem körperlichen Tod bleiben. Die Frage des Willens (mein Wille oder Gottes Wille) ist der schwierigere Teil des Schrittes für mich. Nur wenn ich durch meine fehlgeschlagenen Versuche, an mir herumzudoktern, genügend seelischen Schmerz erlitten habe, werde ich bereit, mich Gottes Willen für mein Leben zu beugen. Kapitulation ist wie die Ruhe nach dem Sturm. Wenn mein Wille und Gottes Wille für mich übereinstimmen, finde ich Frieden.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 10. März


      HEUTE HABE ICH DIE WAHL



      Aber unweigerlich stellt sich heraus, dass wir irgendwann in der Vergangenheit egoistische Entscheidungen getroffen haben, die uns später verwundbar machten.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 71/72)

      Sobald ich meinen eigenen Anteil an der Entwicklung meiner Lebensgeschichte erkannt und akzeptiert hatte, veränderten sich meine Aussichten auf dramatische Weise. Dann erst begann das AA-Programm für mich zu funktionieren. In der Vergangenheit hatte ich Gott und den Menschen die Schuld für meine Misere zugeschoben. Ich glaubte nie, eine Chance zu haben, mein Leben zu ändern. Alle meine Entschlüsse waren von Angst, Stolz oder meinem Ego bestimmt worden. Diese Entscheidungen trieben mich schließlich in die Selbstzerstörung. Heute versuche ich, mich Gottes Führung auf dem Weg zur geistigen Gesundheit anzuvertrauen. Ich bin verantwortlich für mein Tun und Lassen, was immer auch daraus entstehen mag.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 11. März


      DER MENSCH DENKT - GOTT LENKT



      Erst dann, wenn wir uns bemühen, unseren Willen in Einklang mit dem Willen Gottes zu bringen, gebrauchen wir ihn richtig. Diese Entdeckung war für uns alle eine Offenbarung. Unser ganzes Problem stand darin, dass wir unsere Willenskraft falsch einsetzten. Wir hatten versucht, unsere Schwierigkeiten mit unserem eigenen Willen zu beseitigen, statt zu versuchen, ihn in Einklang mit Gottes Absicht für uns zu bringen. Diesem Ziel näher zu kommen ist der Sinn der Zwölf Schritte der AA und der Dritte Schritt öffnet dazu die Tür.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 38)

      Ich brauche nur auf meine Vergangenheit zu blicken um zu sehen, wohin mich mein Eigensinn geführt hat. Ich selbst weiß nicht, was für mich das Beste ist, aber ich glaube, dass meine Höhere Macht es weiß. Gott ist für mich ein verlässlicher Wegweiser: Er hat mich noch nie im Stich gelassen, ich mich selbst hingegen häufig. Wenn ich stur und eigenmächtig handle, so kommt zwangsläufig dasselbe heraus, wie wenn man in ein Puzzle ein falsches Teil zu zwängen versucht: Erschöpfung und Enttäuschung.

      Der Dritte Schritt öffnet die Tür zum weiteren Programm. Wenn ich Gott um Führung bitte, weiß ich, dass alles zum Besten geschieht. Die Dinge sind dann, wie sie sein sollen, auch wenn alles anders kommt, als ich es möchte und erwarte. Gott sorgt für mich, wo ich es nicht kann, wenn ich Ihn nur lasse.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 12. März


      DER PLAN FÜR EINEN TAG



      Beim Erwachen wollen wir über die 24 Stunden nachdenken, die vor uns liegen. Sorgfältig planen wir den Tag. Vorher bitten wir Gott, unsere Gedanken zu leiten. Besonders bitten wir darum, dass unser Denken frei bleibt von Selbstmitleid, Unehrlichkeit und Selbstsucht.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 100)

      Jeden Tag bitte ich Gott, dass er in mir das Feuer Seiner Liebe entzünde: Dass die strahlende und klare Liebe mein Denken aufhelle und mir helfe, besser Seinen Willen zu tun. Habe ich während des Tages zugelassen, dass äußere Umstände meinen Geist vernebeln, so bitte ich Gott, dass er in mein Bewusstsein Klarheit bringt, so dass ich meinen Tag immer wieder neu beginnen kann – wenn es nötig ist, auch hundertmal.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 13. März


      EINE WELT DES GEISTES



      Wir sind in eine Welt des Geistes eingetreten. Jetzt ist es an uns, vieles besser zu verstehen und danach zu leben. Das geht nicht über Nacht, es ist eine Lebensaufgabe.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S 97)

      Das Wort ''eingetreten'' … und der Satz ''in eine Welt des Geistes eingetreten'' sind richtungweisend. Sie umfassen: Tätig werden, anfangen, sich einbringen. Das schafft die Voraussetzung, mein geistiges Wachstum zu gewährleisten, wobei der ''Geist'' der nicht materielle Teil von mir ist. Ichbezogenheit und das Hängen an materiellen Dingen behindern mein geistiges Wachstum. Spiritualität meint Hingabe an geistliche statt an weltliche Dinge, bedeutet Gehorsam gegenüber Gottes Willen. Spiritualität heißt für mich: Bedingungslose Liebe, Freude, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Selbstbeherrschung und Demut. Wenn ich zulasse, dass mich Selbstsucht, Unehrlichkeit, Groll und Angst überwältigen, schließe ich spirituelle Dinge aus. Wenn ich meine Nüchternheit erhalte, wird das spirituelle Wachstum für mich zu einem lebenslangen Prozess. Spirituelles Wachstum ist mein Ziel, wobei ich mich damit abfinde, dass ich spirituelle Perfektion nie erreichen werde.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 14. März


      DER S C H L U S S S T E I N



      Er ist der Vater und wir sind seine Kinder. Die meisten guten Ideen sind einfach. Und diese Auffassung war der Schlussstein des neuen Triumphbogens, durch den hindurch wir zur Freiheit gelangen.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 72)

      Ein Schlussstein ist ein keilförmiges Bauteil am höchsten Punkt eines Bogens, das die anderen Teile zusammenhält. Die ''anderen Teile'' sind die Schritte Eins und Zwei und Vier bis Zwölf. Das hört sich an, als sei der Dritte Schritt der wichtigste, als hingen die anderen elf von ihm als Stütze ab. In Wirklichkeit ist der Dritte Schritt jedoch nur einer der Zwölf. Er ist der Schlussstein; wenn aber die anderen elf Steine weder Basis noch Rundung bilden, gibt das mit oder ohne Schlussstein keinen Bogen. Durch tägliche Arbeit in allen Zwölf Schritten werde ich erkennen, dass dieser Triumphbogen darauf wartet, mich zu einem weiteren Tag in Freiheit schreiten zu lassen.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 15. März


      DER GOTTESGEDANKE



      Als wir sahen, wie andere ihre Probleme durch einfaches Vertrauen auf den Geist des Universums lösten, mussten wir aufhören, die Allmacht Gottes zu bezweifeln. Unsere Gedanken versagten, der Gottesgedanke jedoch nicht.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 60)

      Wie ein Blinder, der allmählich wieder sehen lernt, tastete ich mich langsam an den Dritten Schritt heran. Nachdem ich begriffen hatte, dass nur eine Macht, größer als ich selbst, mich aus dem hoffnungslosen Abgrund, in dem ich war, befreien konnte, wusste ich, dass dies eine Kraft war, an die ich mich halten musste und die mein Anker mitten im Meer des Jammers sein würde. Wenn auch mein Glaube zu dieser Zeit winzig war, reichte er doch aus, mich erkennen zu lassen, dass es Zeit war, das Vertrauen auf mein stolzes Ego aufzukündigen und durch immer währende Kraft zu ersetzen, die nur von einer Macht kommen konnte, weitaus größer als ich selbst.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 16. März


      WIE WIR IHN VERSTEHEN



      Mein Freund machte einen Vorschlag, der mir damals als ein neuer Gedanke erschien. … ''Warum suchst du dir nicht deinen eigenen Begriff von Gott?'' Diese Aufforderung überzeugte mich. Sie ließ den geistigen Eisberg schmelzen, in dessen Schatten ich viele Jahre gelebt und gezittert hatte. Schließlich stand ich im Sonnenlicht. Es kam nur darauf an, bereit zu sein, an eine Macht, größer als ich selbst, zu glauben. Mehr wurde von mir für meinen Anfang nicht gefordert.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 14)

      Ich erinnere mich an Zeiten, als ich zum Himmel blickte und überlegte, mit wem und wie das alles begonnen hätte. Als ich zu AA kam, wurde Offenheit für jeden Ausdruck von spiritueller Dimension zu einem wichtigen Zusatz einer gefestigten Nüchternheit. Nachdem ich mehrere Versionen gelesen hatte – einschließlich der wissenschaftlichen von einer großen Explosion – machte ich es mir einfach und erklärte Gott, wie ich Ihn verstand, zu der Großen Kraft, die die Explosion ermöglichte. Wenn Er die Weite des Universums regierte, so würde er zweifellos auch mein Denken und Handeln führen können, wenn ich nur bereit war, Seine Führung zu akzeptieren. Ich konnte aber keine Hilfe erwarten, wenn ich ihr den Rücken kehrte und meine eigenen Wege ging. Ich entschloss mich zu glauben – und habe nun 26 Jahre der dauernden, zufriedenen Nüchternheit erlebt.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 17. März


      " GEHEIMNISVOLLE WEGE "



      Aus jedem seelischen Tief, wenn Gott nach seiner Ansicht hart oder gar ungerecht mit ihm verfahren war, konnte er neue Wahrheiten über sich entdecken. Er fand neuen Mut und kam schließlich unausweichlich zu der Überzeugung, dass Gott "tatsächlich auf unerforschliche Weise Seine Wunder an uns vollbringt".


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 99)

      Nachdem ich meine Karriere, meine Familie und meine Gesundheit zerstört hatte, hielt ich es immer noch nicht für nötig, meinen Lebensstil in Frage zu stellen. Mein Trinken und mein Drogenkonsum brachten mich um, aber ich war noch nie einem Genesenden oder einem AA-Mitglied begegnet. Ich dachte, es sei mir bestimmt, einsam zu sterben, und ich hätte es so verdient. Als meine Verzweiflung ihren Höhepunkt erreicht hatte, befiel meinen halbwüchsigen Sohn eine seltene Krankheit. Die Bemühungen der Ärzte, ihm zu helfen, blieben erfolglos. Ich verdoppelte meine Anstrengungen, meine Gefühle zu betäuben, aber der Alkohol zeigte keine Wirkung mehr. Ich war am Ende und schaute zu Gott auf und flehte um Hilfe. Durch eine Serie merkwürdiger Zufälle fand ich in wenigen Tagen zu AA und bin seitdem nüchtern. Mein Sohn blieb am Leben und seine Krankheit besserte sich. Dieses ganze Geschehen überzeugte mich von meiner Machtlosigkeit und meiner Unfähigkeit, mein Leben zu meistern. Heute danken mein Sohn und ich Gott für Sein Wirken.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 18. März


      WAHRE UNABHÄNGIGKEIT



      Je mehr wir bereit werden, uns von einer Höheren Macht abhängig zu machen, umso unabhängiger werden wir in Wirklichkeit.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 34)

      Anfangs ist meine Bereitschaft, Gott zu vertrauen, noch klein, aber Er lässt diese wachsen. Je größer meine Bereitschaft wird, umso mehr Vertrauen gewinne ich – und je mehr Vertrauen ich gewinne, desto mehr wächst meine Bereitschaft. Meine Abhängigkeit von Gott nimmt in gleichem Maße wie mein Vertrauen auf Ihn zu. Bevor ich bereit war zu vertrauen, verließ ich mich in allen meinen Bedürfnissen auf mich selbst und wurde durch meine Unvollkommenheit eingeschränkt. Wenn ich gewillt bin, mich auf meine Höhere Macht – die ich Gott nenne – zu verlassen, werden durch einen, der mich besser kennt als ich mich selbst, alle meine Bedürfnisse erfüllt, auch die, von denen ich nichts weiß und die noch kommen werden. Nur Einer, der mich so gut kennt, konnte mich dazu bringen, ich selbst zu sein und mir helfen, auf die Bedürfnisse anderer einzugehen, die nur ich erfüllen sollte. Es wird nie jemanden geben, der mir aufs Haar gleicht. Und das ist wahre Unabhängigkeit.


      Allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 19. März


      GEBET - ES WIRKT



      Es steckt viel Wahrheit in dem Satz:Wer über das Gebet spottet, hat es noch nie richtig ausprobiert.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 92)

      Da ich in einem agnostischen Haus aufgewachsen bin, kam ich mir ein bisschen komisch vor, als ich das erste Mal zu beten versuchte. Ich wusste, dass eine Höhere Macht in meinem Leben wirkte – wie wäre ich sonst wohl nüchtern geblieben? - aber ich war nicht so recht überzeugt, dass er/sie/es meine Gebete hören wollte. Alle, die schon hatten, was ich wollte, sagten, das Gebet sei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Programm, also behielt ich es bei. Als ich mich zum täglichen Gebet verpflichtete, wurde ich erstaunlicherweise gelassener und zufriedener mit meinem Platz in dieser Welt. Mit anderen Worten, das Leben wurde leichter und war weniger Kampf. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wer oder was meine Gebete hört, aber ich werde immer weiter beten – aus dem einfachen Grund, weil es wirkt.


      Allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE – Gedanken zum Tag – 20. März


      LIEBE UND TOLERANZ



      Unsere Parole heißt jetzt Liebe und Toleranz.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 98)

      Ich habe herausgefunden, dass ich anderen in allen Situationen verzeihen muss, wenn ich mir wirklich spirituellen Fortschritt sichern will. Auf den ersten Blick mag mir gar nicht so aufgegangen sein, wie lebensnotwendig das Verzeihen ist, aber meine Studien zeigen mir, dass jeder bedeutende, spirituelle Lehrer nachdrücklich darauf bestanden hat.

      Ich muss Verletzungen verzeihen, nicht nur mit Worten oder Äußerlichkeiten, sondern aus dem Herzen heraus. Ich tue dies nicht um des anderen, sondern um meinetwillen. Groll, Ärger oder der Wunsch, jemanden bestraft zu sehen, sind Dinge, die meine Seele zerrütten. Dergleichen kettet mich an meine Schwierigkeiten und bindet mich an Probleme, die mit meinem Grundproblem nichts zu tun haben.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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