HEUTE - GEDANKEN ZUM TAG 1. OKTOBER

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    • HEUTE - GEDANKEN ZUM TAG 1. OKTOBER

      HEUTE - Gedanken zum Tag - 1. Oktober


      DAMIT WIR NICHT SELBSTGEFÄLLIG WERDEN



      Die Gefahr ist groß, das spirituelle Programm zu vernachlässigen und uns auf den Lorbeeren auszuruhen. Wenn wir das tun, rennen wir direkt in unser Unglück, denn Alkohol ist ein heimtückischer Feind.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S.98)

      Wenn ich Kummer habe ist es einfach den Freunden nahe zu bleiben, die ich im Programm gefunden habe. Die Zwölf Schritte der AA enthalten Lösungen, die diesen Schmerz lindern sollen. Aber wenn ich mich gut fühle und die Dinge gut laufen kann ich selbstgefällig werden. Um es einfach auszudrücken: Ich werde faul und wende mich dem Problem zu anstatt der Lösung. Ich muss handeln, mir meine Lage klar machen: Wo stehe ich und wo gehe ich hin? Eine tägliche Inventur wird mir zeigen, was ich ändern muss, um mein spirituelles Gleichgewicht wiederzufinden. Wenn ich gegenüber Gott und einem anderen Menschen zugebe, was immer ich in mir entdecke, bleibe ich ehrlich und demütig.


      Gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
      Copyright: 1990 - Anonyme Alkoholiker deutscher Sprache - Alle Rechte vorbehalten)
    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 2. Oktober


      " DER BEWÄHRUNGSTEST "



      In den ersten neun Schritten bereiten wir uns auf das Abenteuer eines neuen Lebens vor. Der Zehnte Schritt ist der Anfang, unseren Lebensweg mit den Anonymen Alkoholikern in die Praxis umzusetzen - und zwar Tag für Tag - ob es regnet oder ob die Sonne scheint. Dann kommt der Bewährungstest: Können wir nüchtern bleiben? Können wir unser inneres Gleichgewicht behalten? Bleiben wir in allen Situationen unseren gesteckten Zielen treu?


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 82/83)

      Ich weiß, dass sie die Versprechen in meinem Leben erfüllt haben, aber ich möchte diese Erfahrung durch tägliche Anwendung des Zehnten Schrittes erhalten und vertiefen. Ich habe durch diesen Schritt gelernt, , dass etwas mit mir nicht stimmt, wenn ich beunruhigt bin. Auch wenn ein anderer im Unrecht ist, kann ich mich nur mit meinen eigenen Gefühlen auseinandersetzen. Wenn ich verletzt oder beleidigt bin, muss ich ständig nach dem Grund in mir suchen, meine Fehler zugeben und sie korrigieren. Das ist nicht leicht - aber solange ich weiß, dass ich mich spirituell weiterentwickle, kann ich mein Bemühen gute Arbeit nennen. Ich fand heraus, dass der Kummer ein Freund ist: er zeigt mir, dass etwas mit meinen Gefühlen nicht stimmt, so wie ein physischer Schmerz mir zeigt, wenn in meinem Körper etwas nicht in Ordnung ist. Reagiere ich darauf angemessen mit Hilfe der Zwölf Schritte, verschwindet der Schmerz allmählich.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 3. Oktober


      RUHE NACH DEM STURM



      Jemand der genau wusste was er sagte, bemerkte einmal, dass Schmerz der Prüfstein allen geistigen Fortschritts ist. Wir AA können ihm aus ganzem Herzen beipflichten.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 88)

      Auf der Achterbahn des seelischen Aufruhrs erinnere ich mich daran, dass Wachstum oft weg tut. Mein Wachsen im AA-Programm hat mich gelehrt, jede innere Veränderung zu durchleben, wie schmerzlich sie auch sein mag; früher oder später führt sie mich von der Selbstsucht zur Selbstlosigkeit. Wenn ich zur Ruhe kommen will, muss ich auf meinem Weg durch das Chaos der Gefühle und den darauffolgenden Katzenjammer gehen und dankbar sein für stetige, geistige Genesung.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 4. Oktober


      NOTWENDIGES BESCHNEIDEN



      ... denn wir wissen, dass wir erst den Leidensweg des Alkoholikers gehen mussten, ehe wir die Nüchternheit erlangten, dass wir zuerst die seelische Zerrissenheit durchmachen mussten, ehe wir Gelassenheit fanden.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 88)

      Ich verbringe meine Zeit gern im Garten und gieße und schneide meine schönen Blumen. Eines Tages, als ich gerade geschäftig an ihnen herum schnitt, kam eine Nachbarin vorbei. Sie sagte: "Oh, Ihre Pflanzen sind so schön; es ist fast eine Schande, sie zurückzustutzen." Ich antwortete: "Ich weiß, was Sie empfinden, aber Auswüchse müssen abgeschnitten werden, damit die Blumen gesünder und stärker wachsen." Später dachte ich, dass vielleicht auch meine Pflanzen Schmerzen empfinden. Gott und ich aber wissen, dass das ein Teil des Plans ist, und ich habe selbst das Ergebnis gesehen. Ich wurde schnell an mein kostbares AA-Programm erinnert und daran, wie wir alle durch Schmerz wachsen. Ich bitte Gott darum, mich rechtzeitig zurückzustutzen, damit ich wachsen kann.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 5. Oktober





      DIE LAST VON GESTERN



      Weise Menschen haben schon immer gewusst, dass niemand ohne ständige Selbstkontrolle etwas aus seinem Leben machen kann, solange er nicht zugibt und annimmt, was er findet - und solange er nicht geduldig immer wieder versucht seine Fehler zu korrigieren.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 83)

      Ich habe mit dem Heute mehr als genug zu tun, ohne auch noch die Last von gestern mitzuschleppen. Ich muss heute mit mir ins Reine kommen, wenn ich morgen eine Chance haben will. Darum frage ich mich, ob ich einen Fehler gemacht habe und wie ich es vermeiden kann, ihn zu wiederholen. Habe ich jemanden verletzt oder jemandem geholfen - und warum? Einiges von heute werde ich zwangsläufig ins Morgen mitnehmen. Aber das meiste wird durch eine ehrliche, tägliche Inventur erledigt.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 6. Oktober


      UNS SELBST INS GESICHT SCHAUEN



      Die Furcht sagt: "Du traust dich nicht."


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 47)

      Wie oft habe ich mich, während ich noch trank, vor einer Aufgabe gedrückt, weil sie zu groß erschien! Ist es da ein Wunder, dass ich genauso handle, wenn ich einer so gewaltigen Aufgabe gegenüber stehe wie zum Beispiel einer gründlichen und furchtlosen Inventur in meinem Inneren, selbst wenn ich schon einige Zeit trocken bin?

      Wenn ich durch bin und meine Inventur beendet habe, entdecke ich, dass die Vorstellung schlimmer war als die Realität. Die Furcht, mir selbst ins Gesicht zu schauen hielt mich zurück, und bis ich bereit war, Papier und Bleistift zu nehmen, hemmte ich mein Wachstum aus Unwissenheit.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 7. Oktober


      TÄGLICH AUFMERKSAM SEIN


      Wir setzten die Inventur bei uns fort. ...


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 82)

      Der im Zehnten Schritt enthaltene spirituelle Grundsatz, dass immer dann, wenn wir eine innere Unruhe verspüren, egal, aus welchem Grund, mit uns etwas nicht in Ordnung ist, sagt mir auch, dass es in diesem Punkt keine Ausnahmen gibt. Wie unvernünftig auch immer andere Menschen scheinen mögen - es liegt an mir, nicht negativ zu reagieren. Gleichgültig, was um mich herum geschieht, ich habe immer die Verantwortung und das Recht zu entscheiden, was sich in mir abspielt. Ich schaffe mir meine eigene Realität. Wenn ich meine tägliche Inventur mache weiß ich, dass ich damit aufhören muss, über andere zu urteilen. Wenn ich das tue, verurteile ich mich wahrscheinlich selbst. Wer mich am meisten aufregt, ist mein bester Lehrmeister, ich kann viel von diesem Menschen lernen. In meinem Herzen sollte ich dafür dankbar sein.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 8.Oktober


      TÄGLICHE INVENTUR



      ... und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 69)

      Mein neues, trockenes Leben begann mit ungewohnter Begeisterung. Neue Freunde tauchten auf, und einige meiner zerbrochenen Freundschaften wurden allmählich wieder gekittet. Das Leben war aufregend; ich fand sogar Freude an meiner Arbeit. Ich wurde so kühn, dass ich einen Bericht über mangelnde Sorgfalt gegenüber einigen unserer Klienten erstellte. Eines Tages informierte mich ein Mitarbeiter, mein Chef sei sehr wütend wegen einer Beschwerde, die man über seinen Kopf hinweg weitergereicht und die ihm sehr viel Ärger mit seinem Vorgesetzten bereitet habe. Ich wusste, dass mein Bericht dieses Problem verursacht hatte, und ich fühlte mich verantwortlich für die Schwierigkeiten meines Chefs. Als ich mit meinem Mitarbeiter darüber sprach, versuchte er mir zu versichern, eine Entschuldigung sei nicht nötig. Mir wurde klar, dass ich etwas tun müsse, egal, wie die Sache auch ausgehen würde. Als ich meinem Chef die Mitverantwortung für seine Probleme eingestand, war er überrascht. Aber es kam Unerwartetes zur Sprache. Und mein Chef und ich einigten uns darauf, in Zukunft direkter und wirkungsvoller zusammenzuarbeiten.


      Gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 9. Oktober


      EIN SPIRITUELLER GRUNDSATZ



      Es ist eine Tatsache, dass immer dann wenn wir eine innere Unruhe verspüren, mit uns etwas nicht in Ordnung ist.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 84)

      Ich hatte nie richtig den spirituellen Grundsatz des Zehnten Schrittes begriffen, bis ich folgende Erfahrung machte. Ich saß in meinem Schlafzimmer und las noch in den frühen Morgenstunden, als ich plötzlich meine Hunde im Hinterhof bellen hörte. Meine Nachbarn reagieren auf solche Störungen mit finsterem Blick. Deshalb rief ich mit gemischten Gefühlen, ärgerlich, peinlich berührt und ängstlich wegen der Missbilligung meiner Nachbarn, sofort meine Hunde herein. Einige Wochen später wiederholte sich genau das gleiche, aber dieses Mal konnte ich die Situation annehmen, weil ich mehr im Frieden mit mir selbst war. Hunde bellen eben - und so rief ich sie ruhig ins Haus. Beide Vorfälle lehrten mich, dass ein Mensch nahezu identische Ereignisse erleben und in unterschiedlicher Art und Weise darauf reagieren kann. Nicht die Situation ist das Wichtigste, sondern die spirituelle Verfassung des Menschen. Gefühle entstehen innen, nicht durch äußere Umstände. Wenn meine spirituelle Verfassung positiv ist, reagiere ich auch positiv.


      Gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 10. Oktober


      DIE AUGEN AUF MICH SELBST RICHTEN - NICHT AUF ANDERE



      Wenn uns jemand verletzt und wir uns dadurch gekränkt fühlen, sind auch wir im Unrecht.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 84)

      Welche Befreiung empfand ich, als ich auf diesen Abschnitt hingewiesen wurde! Plötzlich erkannte ich, dass ich etwas gegen meinen Ärger tun konnte: ich konnte meine Augen auf mich richten, statt zu versuchen andere verantwortlich zu machen. Ich glaube, es gibt keinerlei Ausnahmen von dieser Regel. Wenn ich ärgerlich bin, ist dieser Ärger immer selbstbezogen. Ich muss mich immer daran erinnern, dass ich ein Mensch bin und versuche, mein Bestes zu geben, auch wenn dieses Beste manchmal nur wenig ist. Darum bitte ich Gott, meinen Ärger zu beseitigen und mich wahrhaft frei zu machen.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 11. Oktober


      S E L B S T B E H E R R S C H U N G



      Unser erstes Ziel ist es, Selbstbeherrschung zu erlernen.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 86)

      Meine Fahrt zur Arbeit bietet mir Gelegenheit zur Selbstprüfung. Bei einer dieser Fahrten begann ich, meine Fortschritte im nüchternen Leben zurückzuverfolgen. Und ich war nicht gerade glücklich mit dem was ich sah. Ich hoffte, im Laufe des Tages diese lästigen Gedanken zu vergessen. Aber eine Enttäuschung folgte der anderen, meine Unzufriedenheit wurde nur größer und der Druck in mir stieg. Ich zog mich zurück an einen Einzeltisch in der Halle und fragte mich, wie ich das Beste aus dem Rest des Tages machen konnte. Früher wollte ich instinktiv um mich schlagen, wenn irgendwas schiefging. Aber während der kurzen Zeit in der ich versucht habe das

      AA-Programm zu leben, hatte ich gelernt, einen Schritt zurückzutreten und bei mir selbst nachzuschauen. Ich hatte offensichtlich gelernt, nicht mehr in der altbekannten Art und Weise zu reagieren, wenn ich auch nicht die Person war, die ich gern sein wollte. Diese alten Verhaltensmuster brachten mir und anderen nur Kummer und Schmerz. Ich kehrte an meinen Arbeitsplatz zurück, entschlossen, diesen Tag produktiv zu gestalten und dankte Gott für diese Chance, heute einen Schritt vorangekommen zu sein.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 12. Oktober


      VOREILIGKEIT ZÜGELN



      Wenn wir hastig und unüberlegt reden oder handeln, verlieren wir Übersicht und Toleranz.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 86)

      Besonnen und tolerant zu sein ist ein Ziel auf das ich täglich hinarbeiten muss. Ich bitte Gott, wie ich ihn verstehe, mir zu helfen, liebevoll und tolerant zu den Menschen, die ich liebe und mit denen ich engen Kontakt habe, zu sein. Ich bitte um Führung, um meine Zunge zu zügeln wenn ich erregt bin und ich nehme mir einen Moment Zeit, um mir das Gefühlschaos bewusst zu machen, das meine Worte vielleicht nicht nur für andere, sondern auch für mich selbst verursachen. Gebet, Meditation und Inventur sind für mich der Schlüssel zu gesundem Denken und positivem Handeln.


      Euch allen gute 24 Stunden


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    • HEUTE - Gedanken zum Tag - 13. Oktober


      STÄNDIGE INVENTUR



      Hüten Sie sich vor Egoismus, Unehrlichkeit, Groll und Furcht. Wenn diese Gefühle wieder aufkommen, bitten wir Gott, sie sofort zu beseitigen. Wir sprechen sofort darüber und machen es gleich wieder gut, wenn wir jemandem Schaden zugefügt haben. Wir wenden uns einem Menschen zu, der Hilfe braucht.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 97/98)

      Das sofortige Eingeständnis falscher Gedanken oder Taten ist eine schwierige Aufgabe für die meisten Menschen, aber für genesene Alkoholiker wie mich ist es so schwer wegen des Hanges zu Egoismus, Furcht und Stolz. Die Freiheit, die mir das AA-Programm bietet wird umso erfüllter, je mehr ich durch ungeschminkte Inventur die Verantwortung für meine Fehlhandlungen zugebe, anerkenne und annehme. Dann ist es mir möglich, in ein tieferes und besseres Verständnis von Demut hinein zuwachsen. Meine Bereitschaft zuzugeben, wenn der Fehler auf meiner Seite liegt, fördert mein Wachstum und hilft mir, verständnisvoller und hilfreicher für andere zu werden.


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE - Gedanken zum Tag - 14. Oktober


      EIN LEBENSPROGRAMM



      Vor dem Einschlafen gehen wir die Ereignisse des Tages in Gedanken durch. ... Beim Erwachen wollen wir über die 24 Stunden nachdenken, die vor uns liegen. ... Vorher bitten wir Gott, unsere Gedanken zu leiten. Besonders bitten wir darum, dass unser Denken frei bleibt von Selbstmitleid, Unehrlichkeit und Selbstsucht.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 99/100)

      Mir fehlte es an Gelassenheit. Ich nahm mir mehr vor als möglich war und fiel immer weiter zurück - egal, wie sehr ich mich auch bemühte. Sorgen über Unerledigtes von gestern und Furcht vor Terminen für morgen nahmen mir die Ruhe, die ich brauchte, um den Anforderungen des Tages zu genügen. Bevor ich den Zehnten und Elften Schritt machte, begann ich, Abschnitte wie den obenstehenden noch einmal zu lesen. Ich versuchte, mich auf Gottes Willen und nicht auf meine Sorgen zu konzentrieren und darauf zu vertrauen, dass Er meinen Tag lenken würde. Es funktionierte! Langsam zwar, aber es funktionierte!


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE - Gedanken zum Tag - 15. Oktober


      MEINE EIGENE INVENTUR , NICHT DEINE



      Klatsch, gespickt mit moralischer Entrüstung, ist eine gängige Art des Rufmordes, der auch für uns seine Reize hat. Hier versuchen wir nicht, denen zu helfen, die wir kritisieren. Wir versuchen nur, unsere Rechtschaffenheit hervorzuheben.


      (ZWÖLF SCHRITT UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 63)

      Manchmal merke ich erst am Ende des Tages, dass ich über jemanden geklatscht habe. Wenn ich meine Tagesinventur mache, erscheint mein Klatschen wie ein Fleck in meinem sonst schönen Tag. Wie konnte ich nur so etwas sagen? Klatsch zeigt sein hässliches Gesicht während einer Kaffeepause oder einem Mittagessen mit Geschäftspartnern. Es kann auch passieren, dass ich abends, wenn ich müde von der Tagesarbeit bin, über jemanden herziehe und selbstgerecht mein Ego auf Kosten eines anderen Menschen aufblase. Charakterfehler, wie Klatsch, schleichen sich in mein Leben ein, wenn ich mich nicht ständig bemühe in den Zwölf Schritten der Genesung zu leben. Ich muss mir vor Augen halten,dass meine Einzigartigkeitder Segen meines Daseins ist und dass das auch auf jeden anderen Menschen zutrifft, der meinen Weg im Lauf des Tages kreuzt. Heute ist die einzige Inventur, die ich machen muss, meine eigene. Ich überlasse die Beurteilung anderer der höchsten Instanz - der göttlichen Vorsehung.


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE - Gedanken zum Tag - 16.Oktober


      T Ä G L I C H



      Das geht nicht über Nacht, es ist eine Lebensaufgabe.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 97)

      Während meiner ersten Jahre in AA betrachtete ich den Zehnten Schritt als eine Empfehlung, von Zeit zu Zeit von Zeit zu Zeit mein Verhalten und meine Reaktionen zu überprüfen. Wenn irgendetwas verkehrt war, sollte ich es zugeben; wenn eine Entschuldigung notwendig war, sollte ich mich entschuldigen. Nach einigen Jahren der Trockenheit fühlte ich, dass ich öfter Inventur machen sollte. Ich erkannte nicht die volle Bedeutung des Zehnten Schritts und der Worte "wir setzten fort", ehe einige weitere trockene Jahre verstrichen waren. "Wir setzten fort" heißt nicht gelegentlich oder häufig, sondern täglich.


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE -Gedanken zum Tag - 17. Oktober


      DIE GESUNDHEIT TÄGLICH ERHALTEN



      Jeden Tag aufs Neue müssen wir den Gedanken an Gottes Willen in unser Tun einbringen.


      (ANONYME ALKOHOLIKER, S. 98)

      Wie kann ich meine geistige Gesundheit erhalten? Für mich ist das ziemlich einfach: ich bitte täglich meine Höhere Macht, mir für heute Trockenheit zu schenken! Ich habe viel mit Alkoholikern gesprochen, die wieder zu trinken angefangen haben und ich fragte sie immer: "Hast du an dem Tag, an dem du das erste Glas getrunken hast, um Trockenheit gebetet?"

      Nicht einer von ihnen bejahte diese Frage. Wenn ich im Zehnten Schritt lebe und mein Haus täglich in Ordnung halte, weiß ich, dass mir ein täglicher Aufschub gewährt wird, wenn ich darum bitte.


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE - Gedanken zum Tag - 18. Oktober


      B E R E I T S C H A F T



      Wahre Demut und Bereitschaft können uns zum Glauben führen, ...


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S 31)

      Mein alkoholkrankes Denken ließ mich glauben, ich könne kontrolliert trinken; aber ich konnte es nicht. Als ich zu AA kam merkte ich, dass Gott durch meine Gruppe zu mir sprach. Ich begriff nur so viel um zu erkennen, dass ich Seine Hilfe benötigte. Es brauchte mehr Zeit um AA wirklich und aufrichtig anzunehmen. Aber dieser Schritt führte zu Demut. Ich weiß, wie krank ich war und ich bin äußerst dankbar dafür, dass mir meine geistige Gesundheit wiedergegeben wurde und ich ein trockener Alkoholiker bin. Jetzt, da ich trocken bin, werde ich ein viel besserer Mensch, als ich es jemals ohne AA hätte sein können.


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE- Gedanken zum Tag - 19. Oktober


      DIE " WAHRE WURZEL " DER AA



      Die Tatsache, dass wir nicht auf Dauer standhaft bleiben können, wenn wir nicht zuerst unsere vollständige Niederlage eingestehen, ist die Wurzel des Baumes, aus der unsere Gemeinschaft wuchs und blühte.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 20)

      Im vollen Bewusstsein meiner Niederlage gelangte ich an die Tür von AA, allein und voller Angst vor dem Unbekannten. Eine überirdische Macht hatte mich aus dem Bett gerissen, ans Telefon geführt, zur Bushaltestelle und durch die Tür der Anonymen Alkoholiker. Als ich einmal in AA war, wurde ich so liebevoll angenommen, wie ich es seit meiner frühen Kindheit nicht mehr erfahren hatte. Möge mir nie das Gefühl dieses Wunders, das ich am ersten Abend mit AA erlebte, verlorengehen. Es war das größte Erlebnis meines Lebens.


      Euch allen gute 24 Stunden


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      HEUTE - Gedanken zum Tag- 20. Oktober


      TROST IN DER VERWIRRUNG



      Da muss doch der Sucher nach dem Glauben in große Verwirrung geraten. Er merkt, dass keine der Theorien ihm helfen kann, da er nicht den Bruchteil der Sicherheit erreicht, die der Gläubige, der Ungläubige oder der Atheist besitzen. Er hat allen Halt verloren.


      (ZWÖLF SCHRITTE UND ZWÖLF TRADITIONEN, S. 26/27)

      Während meiner ersten Jahre der Trockenheit kämpfte ich mit der Vorstellung von Gott. Die Bilder die mir kamen und die durch meine Vergangenheit heraufbeschworen wurden, waren voll Angst, Zurückweisung und Verdammung. Dann hörte ich, wie sich mein Freund Ed seine Höhere Macht vorstellte: Als er ein Junge war, durfte er einen Wurf von Welpen großziehen, vorausgesetzt, er trüge die Verantwortung für ihre Pflege. Jeden Morgen fand er die unvermeidlichen "Abfälle" der jungen Hunde auf dem Küchenboden. Trotz seines Widerwillens sagte Ed, er sei nicht ärgerlich geworden, weil "das Welpen eben machten" . Ed fühlte, dass Gott unsere Fehler und Versäumnisse mit dem gleichen Verständnis und der gleichen Wärme betrachtete. Ich habe oft Trost in meiner eigenen Verwirrung durch Eds beruhigende Vorstellung von Gott gefunden.


      Euch allen gute 24 Stunden


      (Quelle: HEUTE-Gedanken zum Tag - Betrachtungen von AA-Mitgliedern für AA-Mitglieder.
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